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1769-1775 Hochgerichtsschöffenbuch St. Wendel

 

(1)

05.07.1769

Hans Görg Müller, Tuchscherer in St. Wendel, verkauft dem Hochgerichtsscheffen Johann Knoll von St. Wendel ein Plätzlein zwischen Heckapfels Hauß blatzen und Nicklaß Liebrechts haus, auff denen gemeinen Kirchpfad stoßend.

 

(1v)

05.07.1769

_____, Schumacher von St. Wendel, Ehemann von Sophia Lauer, verkauft die Hälfte des Philipp Lauers Haus, das an ihn von seiner Ehefrau überkommen ist und gegen Nikolaus Servatius steht, mit Scheune, Stall und Mistplatz an Johann Riefer, Schuhmacher in St. Wendel und dessen Ehefrau Maria

Preis 124 f rheinisch samt 5 maß wein und 6 batzen brod und bier

 

(2)

05.07.1769

1. Johann Buchet und seine Ehefrau Anna Maria Merpin, Eheleute von Alsfassen

2. Nikolaus Crewer und Ehefrau Margaretha, Eheleute von Alsfassen

haben von der Witwe Agnes Litthardt auf der Weberbach ein Kapital von 85 fl aufgenommen

Buchet          60

Crewer          25

 

Als Sicherheit geben sie Wiesen und Ackerland.

 

(4v)

18.07.1769

Hans Nickel Becker und Ehefrau Angela Weisgerber, Eheleute von Born,

haben bei der Witwe Agnes Litthardt auf der Weberbach ein Kapital von 100 fl aufgenommen

Sicherheit ein Stück Wilderung zu Born und Baltersweiler plus 5 Wiesen

 

(6v)

20.07.1769

Nikolaus Crewer und Ehefrau Margaretha, Eheleute von Alsfassen

haben bei der Witwe Agnes Litthardt auf der Weberbach ein Kapital von 25 fl aufgenommen

Sicherheit ihr halbes Wohnhaus in Alsfassen

 

(7v)

13.11.1769

Franz Ernst von Hame, Hofrath in St. Wendel, bettlägerig, vertreten durch Johann Coenen, übergibt seinem Sohn Damian Joseph seine drei Ämter als Kellner, Amtsverwalter und Schultheis zu St. Wendel. Der Trierer Kurfürst hat den Übertrag gestattet und ein Patent ausgestellt unter der Bedingung, daß der Sohn eine Kaution von 1000 Reichsthaler der kurfürstlichen Hofrentkammer zur Verfügung stellt.

Als Sicherheit gibt er den sogenannten „Jungen-Doussardisch Wald hinter Eich Besch an die Zweybrückische Hoheit stossend, samit deme darbey ahngeplanzten Jungen wald, obig dem Churfürstl. Eich bech und Hospital Jungen walt gelegen, betrags ad 67 ¼ M 7 Ruthen mit 25. steinen ausgemerckt“ sowie „eine Rotheck in tiefen thal zwischen den Urweiler erben und roschberger erben, 16 ¾ Morgen 2 Ruthen“

 

(8)

17.11.1769

Heiratsvertrag von Nikolaus Meys von Oberkirchen (begleitet von seinen Vettern Hans und Adam Thiel von Urweiler) und Maria Riefer, Witwe von Henrich Closs von Gollenberg

 

(9)

01.12.1769

Wendel Deutscher, Bürger und Wollenweber in St. Wendel, und seine Ehefrau Clara Coenen haben beim Domkapitel in Trier ein Darlehen von 500 Reichsthaler aufgenommen und geben als Sicherheit einen öden Platz in St. Wendel in der Hauptstraße nahe des elterlichen Wohnhauses, welchen sie für 80 fl erkauft haben.

plus 12 Wiesen plus 22 Gärten

Verweis auf Seite 163

 

(13v)

01.12.1769

Hans Adam Loch und Ehefrau Anna Maria Hess, Eheleute und Mahlmüller in Baltersweiler, haben beim Domkapitel in Trier ein Darlehen von 200 Reichsthaler aufgenommen und geben als Sicherheit

1. Ihre Mahlmühl, Haus, schewer, stallung und Hofbering samt ihren dabei um das Hauß gelegenen Gärten

plus Wilderung, Wiesen und Feldland, Gärten

 

(15v)

18.12.1769

Joseph Michel und Ehefrau Margaretha Bauer, Eheleute in Furschweiler

haben bei dem Tit. Herrn Wirges, Kellneren ad D.V.M., in Trier ein Darlehen von 70 fl aufgenommen und geben als Sicherheit Feldland, Gärten und Wiesen

 

(17v) ?????????

18.12.1769

Josef Cetto für sich und im Namen der Erben Vacano

Mathias Weber, Zimmermann in St. Wendel, hat das Wohnhaus seines Vater Wilhelm Weber mit Scheune, Stall, Dunggrube übernommen und haftet für die darauf lastende Schuld.

 

Kund seye, welchergestalten ahn heüth unterm 9ten dato vor unterschriebenen Hochgerichtsscheffen und Statschreiberen erschienen der wohlgeachteter Herr Joseph Cetto, propiro, et Nomine deren Vacanoische erben, er klährend was gestalten bye dem Matteß Weber, Zimmermann dahier, ein Merckliches Zu Praetendiren [behaupten]

hätten, welchen dieser Schuldigkeit auch genothringet worden in abschlag dieses debiti das Vätterliche Wohnhauß sich appropriieren [aneignen] zu lassen, wie dan von amt würcklich solche Zueigenthum geschehen seye, weswegen dann ahnheuth deme Wilhelmen Weber daß debtorisch Sohn solches Vätterliches Haus, samt dazu gehörigen scheuren, stallen und S.V. Misten blatz dergestalten cediret hetten, daß Vordersambst dieser Wilhelm Weber das darauf stehende Hospitalcapital, und interée samt sonstigen

 

darauff haftenden Zinßen auff sich nehmen, so fort ihme Herrn Cetto im Namen der Vacanoische Erben 54 fl, jeden zu 60xr in Zeit dreyer Jahren

 

(18)

22.12.1769

Pfiederich Becker, Bürger und Schreiner dahier zu St. Wendel, und Ehefrau Magdalena Angel

haben beim Kauf ihres Wohnhauses in der Hintergasse - richt über des Hans Georg Müllers Tuchscherers Wohnhaus gelegen - eine Schuld von 100 fl beim Hospital übernommen, die zur Erbauung des Hauses diente.

 

19

29.12.1769

Schreiben an den Amtmann: Es geruhten hoch derselbe ahm Verwichenen freytag alß 22. Curr. gegen halb 9 uhren des morgens auf des Amts botten Georg Müllers in betracht in einer mit dem selben wegen eingezogener Kirch- als wohl anderen Versteigerungsgeldern mercklicher berechnung, worin unter_thigem remonstranti nicht ein geringes herfür __ dörffe, auf dessen Vermögen einen arrestum zu erkennen.

 

20

05.01.1770

Mattes Montz, Glaser in Wiesbach, Ottweiler Amt,

sein Bruder Johann Montz, Glaser in St. Wendel, und Ehefrau Barbara Ziegler

 

Mattes Montz cediert seinem Bruder Johann und dessen Ehefrau seine dahier gegen seine übrige Geschwister ererbt, und noch zu ererbende gantze Elterliche Erbsportion

 

22

10.02.1770

Simon Schmit und Ehefrau Anna Schubmehl aus dem dorf Altzfaßen ohnweit der Stat St. wendelin haben beim Domkapitel Trier ein Darlehen von 275 Reichsthaler aufgenommen und geben als Sicherheit 50 unbebaute Grundstücke, Wert 444 Reichsthaler.

 

29

08.02.1770

Henrich Joseph Braun, dermahliger Pastor zu St. Wendel, hat bei den Eheleuten Hans Adam Bintz, stadtfändrisch in Trier, und dessen Eheliebsten Anna Maria Weingarth ein Kapital von 300 RT aufgenommen und gibt als Sicherheit 12 Ackerstücker auf St. Wendeler Bann, seine Competenz an die hiesige Kirche von 1764 und 1765,

15. jetztet D. Pastor wegen einem Verkaufften Haus ad 645 f de 14ten Jan 1762 ahn des abgelegtem Willemen Trosten Wittib zur Auszahlung noch zu praetendiren habende 300 fl

16. wegen einem verkauften Hauß an den hiesigen Schlosser Johann Ruff v on 300f kaufschilling annoch rückstehende 171

17. wegen einer verkauften Wiß hiesigen Bannes de 9t Xbris 1769 bey deme Johann Scholl von Winterbach Amts Schamburg zu praetendiren habende        50

18. auch H. Debitor wie Vorigen Jahrs in dem Dorf born Amts St. Wendel erkaufte Haus samt garthen, hofgering und etwas wießen, samt dasigen gemeinde weihts (?), so mir dahier zu assimiren seyn ad    75

 

32

12.02.1770

Nachdeme des abgelegten Jacobi Schreiners seel. hinterlassener Sohn, auch Jacob Schreiner der ams 11ten May 1767j. bey der damals gerichtlich abgehaltener Theilungs affaire seinem Schwagern Johann Keller zu Bettweiler p 417 f in steigerung alß ultimo luitanti Zugewiesenes stamm haus in Baltersweiler samt Scheuer, Stallung, mistenplatz, Hofgering …

Erbauseinandersetzung

 

35

12.02.1770

Jakob Schreiner jr, Baltersweiler, hat am 03.12.1768 mit Johann Urschel von Baltersweiler der Witwe Anges Lithard über 100 Reichsthaler „errichtet“. Es geht um die Rückzahlung des Betrages.

 

36v

14.02.1770

Korrektur einer Obiligation des Herrn Pastors Brau vom 08.02.1770

 

38

27.02.1770

Wendelin Riefer von Alsfassen hat bei Freyherr von Hagen zur Motten ein Darlehen von 200 Thaler aufgenommen und gibt als Sicherheit 20 Wiesen

 

42

10.03.1770

Jakob Tholey sr, Sattler und Kellereyschöffe von St. Wendel, hat bei Freyherr von Hagen zur Motten ein Darlehen von 100 Thaler aufgenommen und gibt als Sicherheit

1. sein debitorisch Wohnhaus untig hiesiger Kirche, zwischen des Wendel Demuths erkauften so genannten Landstuhlers Haus, dann Johann Rittersdorf haus, samt Scheuer, Stallung, Hofgering und Gärten, wovon jedoch nur die öde Platz estimiret wird      400 Thaler

2. sein habendes Wohnhaus in der Obergass zwischen Niklas Hallauer Kelley Scheffen und Michel Blum, samt Scheuer, Stallung, Hofgering, wovon auch nur der öde Platz dahier erachtet wird      250-0-0

plus Wiesen und Felder

6. Ein stück auf der Dammerauw gegen dem mühlen wehr über neben Andres Born Erben

2 Wagen hewe         70-0-0

 

44

03.04.1770

Franz Kockler, Bürger und Rothgerber in St. Wendel, und Ehefrau Elisabetha Heyl haben bei Johann Simon und seiner Ehefrau Barbara Junck ein Darlehen von 200 Thalern aufgenommen und geben als Sicherheit

ihr ahn der Oberpforten habendes Wohnhaus samt Bering, stall und schewer   200-0-0

plus 5 Grundstücke.

 

46

14.04.1770

Johann Buchet und Ehefrau Anna Maria Marx aus Alsfassen haben beim Domkapitel Trier ein Darlehen von 200 Thaler aufgenommen und geben als Sicherheit Wiesen und Felder und

7. ihr zu Alsfassen habendes Wohnhaus samt dem gegen ihren schwagern Hans adamen Finkler habenden halbscheidigen Baumgarten, davon der öde Platz des Hauses    100-0-0

 

49

10.04.1770

Jakob Ballof von Furschweiler hat bei der Witwe Madame Hezerath geb. von Hame, dermalen sich in Wallerfangen aufhaltend, ein Darlehen von 60 Thaler aufgenommen und gibt als Sicherheit Wiesen und Felder

 

51

21.05.1770

Nikolaus May und Ehefrau Anna Maria Riefer von Alsfassen: der erste Ehemann der Ehefrau, Henrich Cloos seelig, und Simon Schmit von Alsfassen haben bei Joseph Cetto, Kaufhändler zu Zweybrücken, ein Darlehen von 100 Florin aufgenommen und geben als Sicherheit Äcker und Wiesen.

 

53v

07.07.1770

Nikolaus Naumann und Ehefrau Margarethe Loch aus Baltersweiler beim Domkapitel Trier ein Darlehen von 100 Thalern aufgenommen und geben als Sicherheit u.a. ihr zu Baltersweiler habendes Wohnhaus mit Hofbering, so sie Eheleute von Mathias Gregorius ersteigert haben      75 fl

 

55

24.07.1770

Catharina König, eheliche Hausfrau des Sebastian Müller, Wöllenweber aus dem Brühlhaus gleich aussen der unterpforthen der Stadt St. Wendelin, geboren in der Raßweyler Mühle in Zustand des Hüttigweiler Meyers Conrad Jost und ihres leiblichen Bruders Peter König: ihr Ehemann Sebastian Müller will sich bei den dahier liegenden Kayserlichen Werbern dahin persuadiren lassen bey denselben dienst zu nehmen, und dieser ihr Mann sie Declarantin auch sog ar dahin bewogen, mit demselben zu deme ahnzuweisenden Kayserlichen Regiment ehester tagen von dahier abzugehen, so demsleben mit betrübtestem Hertzen eingewilliget, und ahn ihrer ferneren rückkunft um so mehr Zweifeln dörfte, als er in Kriegs diensten Jederzeit der Gefahr des Todes entgegen zu sehen keinen Augenblick befreyet leben,

und da in ahnsicht die declarantin dermahlen mit keinen leibs Erben Versehen, inZwischen aber die Declarantin das dermahlige Wohnhauß ausser hiesigem Stadt unteren Thor, samt der gegen den Christophel Zimmer halbscheidigen stall platz, so Zu einem garthen benutzet wirdt, so der becker Johann Wagener Von denen Thomassen Erben Vor einigen Jahren ahn sich bracht, und von diesem wagener umb 124 f rheinisch bahren gelts käuflich überkommen, welchen Kauf schilling Von ihrigen alleinigen Vermögen ahnerwogen sie von ihrer seithen 273 f 30 xr in die ehe eingebracht und hirVon Vorgesagte 124 f deme erwehnten Johann wagener bahr auss gezahlet worden, Verfolglich dieses Hauß, und Vorgesagten garthen als ein surrogatum gäntzlichen zu achten, mithin ihr eheman Sebastian Müller hierahn nicht die mindeste ahnsprach zu formiren befügt.

 

57

17.08.1770

Jakob Deutscher, Schuhmacher und Bürger der statt St. Wendelin, und Ehefrau Elisabeth Altzfasser haben bei der Ertzbischoflichen Consistorial Cassa pauperum binnert Trier ein Darlehen von 100 Reichsthaler aufgenommen und geben als Sicherheit Wiesen und Felder

 

60v

24.09.1770

Catharina Malter, ledig, und ihre leibliche Schwester Margarethe, dermahlige Kellerey Schulteißin, dan Gulden. Kellerey Schultyßen Mitter Müller selbst, alle drei von Urweiler:

wie daß sie Catharina Malter ihres alters starck in den 40ig Jahren und zu deme gebrächlich, woedurch sie Vorgehete in die länge wegen ihrer gebrächlichkeit, und täglich ahnwachsendem alters sich nicht vorstehen, und selbst Verpflegen zu können, dahero, in betract, sie glaubte ihre Verpflegung bey ihrer Vorgesagten Schwestern, Margreth und Schwagern Kellery schultyßen Mitter Müller …

Alimentenvertrag

 

62v

03.10.1770

Ehevertrag zwischen Jakob Wirtz, Zimmermann von Urweiler, Witwer mit drei unmündigen Kindern, und Anna Maria Althaus, ledige Tochter des verstorbenen Philipp Althaus und seiner Witwe Catharina Cordier von Mittelbexbach. Im Falle seines Todes will sie versichert sein, daß die Kinder sie nicht rauswerfen, „weswegen dan Vor Eintritt dieeser zukünfftiger ehe die beyder Comparentes diese Abred untereinander geschlossen. In betracht sie Jungferbrauth durch ihren sauren Magdt liedtlohn sich unterschiedliche Sachen ahnerworben, und ahnhero sich bracht, wie folgt …

 

(65v)

 

Actum St. Wendel d 10ten 8bre 1770.

Tracta

liessen die Hochwohlgebohrne Herrn von hamische Erbgenahmere den ahm 6ten Currentis mit der auch Hochwohlgebohrner Verwittibter frawen stiefMutteren von hame gebohrne von Rossillion eingerichteten, und unterschriebenen Vergleich über ihre lebenslängliche unterhaltung, wie dahier (66) des weiteren aus deme ersagten Contractu zu entnehmen, durch statschreibern ad Protocollum präsentiren, mit requirirung zu festhaltung der sachen demselben zu referiren, alß - undt undt offenbahr, seye hirmith demnach die Hochwohlgebohrne Verwittibte fraw Hofräthin von Hame née Charlotte von Rossillon, in Zustand ihres in ihrer abtheilungsgeschäft der von hamischer hinterlassenschafft ausserkiessenen beystand Herrn Hochgerichtsscheffen Johann Knoll ahn einem; so dan Sr Hochwürden Herrn Pater Prior von Hame der Abthey Tholey Nomine Seines Herrn Bruderen HofCammer=Directore Zu Mayntz, auch Nahmens Herrn Baron von Stentz uxoris Nomine, nicht weniger der Hochwohlgebohrner Herrn Amtman von Hame propris et Nomine Seiner Fräwlen schwester Carolinae von Hame, so auch persöhnlich der sachen beygewohnt anderentheils: Vor unten gemelten Herrn Hochgerichtsscheffen offenltich erklährend, welcher gestalten sie in ihrer dermahliger von Hamischer Theilungs affaire Zeithero des Tit: Herrn Hofrathen von Hame seel. absterben ihres innigst geliebten Eheherrn, undt Vatteren durch Viele misVerständtliche gegen einander aufwerffungen sehr mercklich erwachßene, und (66v) noch ferner auf Zuschwellen scheinende ohnnötige richterliche Kösten Eine starcke Erbportion Verschlingen dörfften, woedurch keinerseits einige Vortheil zu erzwingen scheinbahr, dahero dienlicher dieser Sachen den abschnitt Zumachen, so forth zu beybehaltung einer besonders ahnwünschender kindtlicher liebe, und Mütterlicher Trewe, nachstehenden Verglich Zukünfftiger Zeithen festgesetzet beyderseits wissen wollen und Zwarn

 

1mo daß wohl ersagte Fraw Hofräthin ahn stat ihrer in denen pactis dotalibus §pho 7mo bemerckter 4000. f. dermahlen nur usufructuarié, oder leibzüchtig reserviren wolle, und hirmit sich reservire       3000. f.

WoVon allJährlich die hirabfallende interesse mit 100. rh, oder 150. f. rheinisch Zugeniessen haben solle, nicht weniger

 

2do Ihr dermahligs Wohnhaus alß wittwe sitz, samt schewer, stallung undt seiner dependentz

3tis den gantzen Kirchen stuhl obig Mutter Gottes Altar

4to den bemerckten grossen garthen ausser der ober pforthen neben (67)ahn dem Pastoral gartchen.

5to das gärtgen Zur lincker handt ausser dem kleinen pförtgen.

6to den garthen im Keltzweyler, ahn statt des stücks, so wegen Herrn Demuth abfallen solle, wäre

7mo all Jährlich ad dies vitae 1 Mlr haaber und Zwarn nechstern Martini fürs erstemahl derselben zu liefern, desgleichen

8oo eben auch nechsten Martini, und allJährlich 4. Mlr Korn ad dies vitae Hochderselben reichen, undt dan

9no Zu abstossung ihrer im Wittwe stadt ahn geblich gemachter Passive schulden derwohl er- wehnter Fraw Hofräthin Ein hundert louis d’ors, oder Eilff hundert floreins rheinisch in Zweyen Terminis, und Zwarn à dato in Zeit 6. Wochen        500 f

undt dan Nechstere lichtmees 1771 die übrige     600. f.

mithin 1100. f. bahren gelts gegen quittung außgezahlt, samt 50. schüth strohe,

 

(67v)

Jedoch nur für dies mahl gereichet werden sollen dergestalten, daß jene von statschreiberen Fleck bahr empfangene   100. f.

undt dan

was ahm 9.10. undt 11ten April letzthin ersteigert         290 f 20 x

ad samt deme ersteigerten rotholtz Von diesen Vorgesagten 100 Louis d’ors ger nicht abzukürtzen, sondern eben auch Hochderselben rückbleiben sollen, so fort 10mo Ein dutzend gebildt Servietten, samt deme darzu gehörigen Tischtuch mittlerer gattung, undt

11mo. 2. paar leylachen mit einem paar Küssen Ziechen für fraw Hofräthin

dan

1. paar dito für das gesinnt ferner 12mo das rothe Thuch, so über ein Beth zu decken

13. 25 lb ungehechelten flachs , 25 lb gebrechten Hanff

 

14to. den Vorhin in ihrem schlafZimmer gehabten Kleyder schanck, so Jetzo in der gesinnts stubb stehet, Verabfolget werden sollen. (68) wie dan auch

15to hetten sich Hocherwehnte Fraw Hofräthin fernerhin nicht ahn die mindeste passive schulden, wie auch selbe eracht werden könten, weder Inventarisations, oder liqudations kösten /: ausser allein, was wohlersagte in ihrem wittwe standt gemacht, und was dieselbe privativé Von schreibsachen, undt Copeylichen Inventario bey statschreibern, oder was dieselbe sonsten privativé sich kösten Verursachet, abzutragen hette :/ zu kehren, und hierVon gantz los, und frey gesprochen bleiben solle, des gleichen

16to Verabredet worden, daß alle ihre ahn sonsten empfangene Meubles, so Zu gelt ad 471 f 35 xr 2 d aussgeworfen, undt was sich auch ferner ahn Mobiliarschafft gegenwertig und Zukünffig Vorfindlich, auch nur usufructuarié ohne die mindeste ermässigung hierVon etwas ZuVermachen, oder zu Verschencken, zu geniessen, also daß nach ihrem Todt alle Vorfindtliche Hinterlassenschaft bestehend: worin es immer wolle, (68v) als dan diese 4. herrn Erbgenahmer in aequis partibus zu Vertheilen, hingegen dan auch

17mo die Herrn Erbgenahmere die Zu Gondesweyler bey den Herrn von Feignies bis hero noch rückständige Pensiongelder nicht allein für sich einzuziehen befügt bleiben, sondern auch so gar

18oo Sie wohlgesagte Fraw Hofräthin diese Capital schuldigkeit bey denen gseagten Herrn von Feignies integraliter denen Herrn Erbgenahmeren hirmit, undt in Krafft dieses abtretten, undt Cediren wolte, und hirmit Cedirte, ahnbey dieselbe Herrn Erbgenahmere ermächtiget solche obligation bey herrn Hochgerichts scheffen Demuth /: wo solche deponiret :/ Zwar zu ihren Händen, undt gewahrsam Zunehmen, so balt dies gesagte Herrn Erben wegen denen all Jährlich zu entrichten schuldigen 100. rh. woVon in Zweyen Terminis Von den herrn Ergenahmeren die Zahlung Zu fixiren, einen garantie fundum fest gesetzt haben werden, ahnerwogen sie wohlgesagte fraw wittib ahn Niemandt anderst, als ahn diese gesagte (69) Herrn Erben gesagzte 100. rh. Zu praetendiren, undt ahn Zu Verlangen hette, undt also auch

19no wolte gesagte Fraw Hofräthin hirmith auf alle fernere ahnsprach Vermög ihrer pactorum dotalium Zugewiesener Kindts Portion in denen D’hamischen gütheren, acquest, undt sonstiger Mobiliar= und Immobiliarschaft, als auch nach suchen wollen, oder kömender active praetensionen Vollkommen renuntyren, undt wie nun diese Verglichs articulen beyderseits so pacisciret (?), das gantz Vergnügter beyderseits ahngenohmen, daß hierin in allen punctis ihrer Vollkommener richtigkeith auch ohne die geringste fernere reservation Hochersagte Herren Erbgenahmere die buch stabliche erfüllungen nicht allein hirmith getrewlich derselben (69v) ahngeloben, sondern an gesagte Fraw Hofräthin dazu ermächtiget, wan allenfals mit der Jährlicher entrichtung der 4. Mlr Korns, undt 1. Mlr haabers dan in Zweyen Termins Zu Zahlenden Jährlichen 100. rh. gezweiffelt, oder säumig werden Zu dörfen glauben wolte, sie sich ahn Vorgesagten 3000 fl zu Gondesweyler gäntzlich Zu ergreiffen befügt bleiben möge,

Nicht weniger

dan auch, in ahnsicht zu Festhaltung derley Vergleichs Contractus ein frawen Zimmer ohne aydtliche renuntyrung auf ihre denen weibs persohnen Zu statten kommen könnender rechts wohlthaten nicht bündig genug mit aigenhändiger unterschrift den gegentheil Versichern können, als hat Hochdieselbe Fraw Hofräthin diesem allem nicht entgegen seyn wollen, sondern Viellmehr zu (70) befestigung dieser ihrer beyderseits Vernüglich eingerichteter Vergleichs articulen auf alle hierwieder sprechen könnende weiblichs rechts wohlthaten, wie auch immer erkünstlet werden könten, aydtlichen hirmit Verzeihen sollen, undt krafft dieses durch den Zu Gott ausgeschwornen aydt wohl wissentlich bestärcken thäte, dahero ein solcher Vergleichs Contractus nicht weniger in ahnsicht Hochersagte Fraw Hofräthin hinlänglich Verständiget, undt mit ihrem assistanten Hochgerichts scheffen Herrn Knoll wohlbedachtlich erworgen, wurde nach Vorgegangener deutlicher Ablesung nicht allein von beyderseitiger Theilen aigenhändig, womit alle Zwischigkeiten eins mahlen in die freundtschaftliche Zufriedenheith Versetzet werden möge, in gegenwarth deren besonders requirirten Herrn Hochgerichts scheffen Johann Coenen, und Wendelen Demuth, dan statschreibern Fleck nomine des gantzen Hochgerichts St. Wendelin, unterschrieben, sondern auch mit ihren ahngebohrnen pettschaften befestiget, (70v) mit ersuchen diesen Contractus deme Hochgerichtlichen Protocoll einZuverleiben, und einem Jeden Theil ein gleich lautendes zur Legitimation Zu ertheilen,

Actum St. Wendel d 6t 8bre 1770.

 

Vor unterschreibung wegen eingefallener Nacht wurde der aydtschwuhr bis nechstern Monntag

Coram Protocollo Verschoben undt nur dermahlen sich unterschrieben, undt Verpitscheret.

 

LS Charlotte von Hame gebohrne von Rossillion

 

LS P. Theobertus von Hame prior Tholeyensis

Nomine fratris Philippi Ignatij Cameral Directoris Emi Electoris Moguentini et Sororis Charlottae De Stentzsch

 

LS D. von Hame proprio und in beystands nahmen meiner schwester Caroline Carolina von Hame

 

LS J: Coenen scheffen

 

LS Wendel Demuth Hochgerichts scheffen

 

LS Joes Knoll als beystandt der fraw Hofräthin

 

LS Fleck sttschr

und wie eine duplo gegen__

 

 

71v

22.11.1770

Heinrich Marchal, Bürger und Handelsmann in St. Wendel, und Ehefrau Maria Busch haben bei Joseph Cetto, Kauf- und Handelsherr zu Zweibrücken, ein Darlehen von 200 Reichsthaler aufgenommen und geben als Sicherheit ihr dermahliges Wohnhauß mit halbscheidiger Schewer, Stallung gegen seinen Bruder Niklas Marchal, gleich obig hiesiger Kirchen gelegen

 

72

03.12.1770

Johann Mays von Urweiler erklärt, daß Michel Huschar von Alsfassen dem Joseph Cetto von Zweibrücken schon einige Zeit 300 florin schulde. Lt. Protocoll folio 94 vom 04.07.1759 hat Mays die Schuld übernommen und gibt als Sicherheit u.a. ein Wohnhaus zu Urweiler mit Scheuer, Stallung, Hofgering und beigelegenem Garten, wo jedoch die Platz des haußes undt der garthen blößlich aestimirt wirdt, ad       150 fl

plus Wiesen und Gärten und Felder, gesamt 439 fl

 

75v

03.12.1770

Nikolaus Grein von Breiten hat vor einigen Jahren mit Peter Müller aus Breiten einen Tausch der Wohnhäuser getroffen lt. Kirchenprotokoll vom 03.12.1770, folio 38

 

78v

25.01.1771

Johann Lauerburg, Förster in St. Wendel, und Ehefrau Elisabeth Selbach: wie daß nach Churfürstlicher Willens Meynung hiesiges Forst mit deme Forst Cärlich zu Urweiler gnädigst ahngeordnet und dahero veranlasset seine ahm 30ten May 1767 von Anton Weisgerber erkaufte Scheune, so hinter dessen Wohnhaus gelegen, als neben Johann Jung Erben in der Obergasse an der Stadtmauern gelegen, samt deme zwischen gesagter schewern und Altaristen BMV H. Franck maur garthen gelegenes gantzes stück garten …

 

79v

26.01.1771

Johann Marck von St. Wendel, Sohn des verstorbenen Johann Marck, Steinhauer:

was gestalten von ihrem Elterlichen Wohnhaus deme Anton Auer Wollenweber dahier würklich ¾ von seinen Geschwistern verkauffet, und sein 1/4tel noch dermahlen übrig, so verkauft er es an besagten Anton Auer und dessen Eheliebsten Anna Maria Simon

Preis 40 florin

 

80v

20.02.1771

Elisabeth Meyntz, Witwe von Johann Montz, Bürger und Glaser in St. Wendel, hat beim Bürgerhospital ein Darlehen von 46 florin, jeden zu 24. trierischen Petermännchen gerechnet, aufgenommen und gibt als Sicherheit zwei Wiesenstücker.

 

82

25.02.1771

Anton Kirsch, Bürger und Seiler dahier, verkauft an Henrich Creutz, dessen Ehefrau und Erben sein gegen seinen Bruder Johann Kirsch habendes halbscheid Elterliches Wohnhaus samt halber Stallung in der sogenannten Hintergasse zwischen Johann Nickel Engel Wittiben und Johann Hertz __ Haus gelegen

Preis 70 fl und 2 fl 10 xr weinkauf

 

83

01.03.1771

Niclas Egler und Ehefrau Barbara Angels aus Urweiler haben bei der Trierer Domfabrik ein Darlehen von 133 Reichsthalern aufgenommen und geben als Sicherheit Wiesen und Felder.

 

85

08.03.1771

Jakob Deutscher, Bürger und Schuhmacher in St. Wendel, und Ehefrau Elisabeth Altzfasser haben bei Hochgerichtsschöffen Johann Knoll ein Darlehen von 288 Reichsthalern aufgenommen und geben als Sicherheit ihr dermaliges Wohnhaus, Scheuer und Stallung zwischen Wendel Busch und dem Hospital plus Mistplatz dahinter und Ochsenstall

 

86

18.03.1771

Hans Georg Müller, Thuchscherer in St. Wendel, und Ehefrau Angela Raber haben noch Schulden aus erster Ehe, weshalb sie dem Notar Michel Schaadt von St. Wendel ihr Wohnhaus samt Dependenz für 400 florin plus 6 newe Thaler Weinkauf verkaufen.

 

87

04.01.1771

Michael Bersch von Gehweiler: wie daß von seine abgelebten Bruders Johann Bersch seelig hinterlaßene Kindern die eine Tochter nahmens Catharina einen sicheren wittman Johann Weicherding von Grichelborn (Grügelborn) zu heyrathen intentioniret seye, falß Declantischer Michael Bersch gesagter Catharina in ihrem Vorhaben unter die Arme greifen nicht entgegen seyn wolte, welches begehren auch er um so leichter einzuwilligen bereit stünde, als er dermahlen einen ziemlichen alter auf sich hätte und würcklich das 70te Jahr hinter sich gelassen, …

 

90v

15.04.1771

Wendel Scherhammer, Bürger und Seiler in St. Wendel, und Ehefrau Margaretha Schwirtz verkaufen an Adam Schaadt und Ehefrau Barbara Heill von St. Wendel ihre gegen ihren Schwager bzw. Bruder Johann Schwirtz gelegenes, halbes überkommenes elterliches Wohnhaus untig der Schule dahier, bestend im obern Stockwerk vermög des am 04.03.1765 dem Hochgerichtsprotokoll vom 03.03.1768 fol. 12 bemerkten Vergleichs, worin besonders conditionirt, daß das Bauchen und back im untern Theil sambt der S.V. Mistenplatz gemeinschaftlich zu benutzen, desgleichen der Speicher jedem zur Hälfte - wie tatsächlich abgeteilt ist.

Übergang sofort

Preis 65 florin

 

91v

26.04.1771

in betreff hiesiger Föltzen Mühlen Vermög Churfürstlichen Cantzley=Urtheils zu Trier de 25ten currentis aprilis dem appellantischen Theil aufgegeben wegen des einen zu evinirenden, oder mir einer neuer beschäwrung ad Vier Malter Korns zu belästigenden Mühlengangs deme appellarischen theil Herrn Scheffen Johann Coenen nomine sui …

Mühlenpacht

 

92v

26.04.1771

Michel Angel, 54, Bruder Wilhelm Angel, ca 56, und leibliche Schwester Anna Angel, 40,alle von Urweiler. Sie haben bei der 1755 vorgenommen Erbschaftsverteilung mit ihren Geschwistern beschlossen, sie wollten ihre weniche lebenstäg in geschwisterlicher Liebe und Treue verbingen in einer Haushaltung, das „ruder überlassen“ sie Michel Angel. Ihre Haushaltung führt seit 16 Jahren die Dienstmagd Susanna Thiel von Theley. Sie setzen sie als Universalerbin ein.

 

94v

17.05.1771

Niclas Ballof und Ehefrau Anna Eva von Furschweiler haben sechs Kinder, sind alt geworden.

Alimentenvertrag mit Sohn Georg Ballof.

 

97

ohne Datum (1771)

Johann Demuth, des verlebten Sebastian Demuth Sohn, stiftet 50 Reichsthaler der Bruderschaft zum heiligsten Sakrament

 

98

28.10.1771

Catharina, Witwe von Wendel Heckmann, ehemals Hutmacher in St. Wendel: wie das sie nunmehro in ihrem höchsten Alter stünde, auch wenige lebenstäg sich ferner hin Versprechen könte, … daß nach ihrem Tod Mißhelligkeiten zwischen ihren Kindern ausbrechen könnten, setzt ihren Sohn Jakob Heckmann als Erben ein.

1746 hat der Sohn Jakob seinen Eltern bares Geld zu Erbauung ihres Wohnhaußes vorgelegt, 100 Gulden.

Wendel Heckmann starb am 23sten Herbstmonath 1749

 

103

29.01.1772

Elisabetha Schwendler, Witwe von Mathias lott, Nagelschmied, in Begleitung ihres Bruders Henrich Schwendler, hat drey Kinder: Joseph Lott, verheiratet mit Margaretha Trapp; Catharina Lott, Ehefrau von Markus Öhl, Elisabetha, ledig. Sie wohnt seit 10 Jahren bei ihrem Sohn Joseph.

Ihr Wohnhaus steht in St. Wendel zwischen Johann Schwendner und dem von Johann Schäffler erkauften Hautzen-Haus im Graben.

Alimentenvertrag mit ihm

 

106v

20.02.1772

Claudius Heyl jr für sich und seinen Vater Claudius Heyl sr verkauft eine Behausung, Stall und sonstiger Hofgering in der Obergasse zwischen Jakob Pistor und Peter Kocklers Haus plus Grundstücke für 742 fl an Catharina Schäfer, Witwe von Michael Heyl, Rotgerber in St. Wendel.

Lebenslanges Wohnrecht für den Vater.

 

109

21.02.1772

Catharina Bergner (Breyner), Ehefrau von Johann Schmit

und ihre Schwägerin Anna Maria Weber geb. Schwan.

Haben vor 5 Jahren ihr Wohnhaus neben der Peter Enkrich Witwe im Grabenzur Begleichung elterlicher Schulden versteigern lassen, nehmen es jetzt wieder zurück.

 

110v

23.03.1772

Jakob Hess, Mahlmüller auf der Urweiler oder Hessen-Mühle, und Ehefrau Margaretha Pistor

Jakob und Catharina Mohr, Kinder der verstorbenen Eheleute Jakob Mohr, Rothgerber in St. Wendel, und Catharina Pistor, vertreten durch ihren Großvater Jakob Pistor, Hochgerichtsschöffe und Kirchensynodal in St. Wendel,

Die Eheleute Hess adoptieren die Kinder.

Mathias Werle aus Leitzweiler, Sohn von Frantz Werle und Maria Dorothea Sesterheim, wird Catharina Mohr heiraten. Als Mitgift erhält er die Mühle.

 

119

03.03.1772

Jakob Becker, Schneider in St. Wendel, und Ehefrau Helene Weber verkaufen an Johann Jonas und Ehefrau Eva Montz aus dem Brühlhaus vor hiesiger Stadt ihr in der Hintergasse obstante Matrimonio gekauftes Wohnhaus zwischen den Wohnhäusern von Johann Rittersdorf und Wendel Schwendler für 200 fl rheinisch

 

120

08.04.1772

Jakob Theutscher und Ehefrau Elisabeth Alsfasser verkaufen ihr gegen hiesiger St. Wendels Capellen über gelegene Wohnbehaußung zwischen dem hiesigen Hospital und Wendel Buschs Wohnhaus mit dahintergelegenem Scheuer, Stall, Hofgering, SV Mistenplatz und des an das Wohnhaus von Michel Keller angebauten Stalls an Johann Simon, Kaufhändler in St. Wendel, und dessen Ehefrau Barbara Juncker für 950 fl. Mit dem Geld tilgt er Schulden bei Coenen.

Die Frau unterzeichnet mit „x“.

 

122verso

23.05.1772

Mathias Lermen und Ehefrau Gertrud Tödel von Heisterberg,

in Zustand seines Sohnes Johann Lermen,

dann dessen Tochtermann Joseph Kindt an einem,

somit deren abgelebten Eltern Jacobi und Annae Mariae Bick seelig hinterlassene Tochter, auch Anna Maria Bick in Zustand ihres angeordneten Vormunds Wendel Bick, Kellereyschöffe

 

Ehevertrag zwischen Johann Lermen und anna Maria Bick

 

127

15.06.1772

der wohlbeschiedene Judt Marium Weyler Juden schultes zu Concken verkauft das von Peter Kockler und dessen Ehefrau übekrommene Wohnhaus in der Obergasse, die Hälfte gegen Michel Seylen wittib, samt Stallung, Dungplatz, Hofgering und sonstige Dependenz an Michel Tholey und dessen Ehefrau Barbara Falkenstein, Metzger in St. Wendel, für 500 fl rh.

Übergang sofort

 

128

15.06.1772

Johann Creutz von Oberlinxweiler

Obligation

 

133v

13.07.1772

Johann Freiberger, Tabakspinner in St. Wendel, hat am 08.06.1769 von Wendel Weißgerber ein Wohnhaus etc gekauft

komplizierte Abrechnung

 

134

25.08.1772

Peter Schwan und Ehefrau Katharina Schneider

Susanna Blum, Witwe von Wilhelm Tholey, alle von St. Wendel.

haben ein Darlehen von 100 fl aufgenommen von Sr. Hochwürden gnaden Frey herrn von Haagen zur Motten

 

Sicherheiten:

Peter Schwan: Wohnhaus in St. Wendel

 

Susanna Tholey: Garten und Weiße

 

136

09.11.1772

Johann Adam Schaadt und Ehefrau Barbara Heyl aus St. Wendel

Maria Margaretha Weydd, Witwe von Peter Schaadt, Gemeindsmann in Eckersweiler

Alimentenvertrag mit Übertragung von Mobiliar und Wohnhaus in Eckersweiler

 

139v

14.11.1772

Maria Magdalena, Ehefrau von Michael Riefer, verkauft mit ihrem Ehemann an Johann Montz, Schuhmacher in St. Wendel, den unteren Teil ihres Wohnhauses (detaillierte Beschreibung) für 215 fl

 

141

14.11.1772

bezieht sich auf den vorigen Akt

 

142v

01.12.1772

Wendel Breininger hat im April 1768 sein hinteres halbes Wohnhaus für 220 fl an Friedrich Hönel verkauft (detaillierte Beschreibung). Aber der Preis stimmt wohl nicht mit dem Verkauften überein.

 

143v

01.12.1772

Friedrich Hönel und seine Ehefrau Elisabeth Malter

bezieht sich auf den vorherigen Akt.

 

145

01.12.1772

Margarethe Malter, Ehefrau des Wendel Mittermüller von Urweiler: ihr Ehemann hat am 03.09.1772 des abwesenden Michael Clomanns in der untern gassen dahier gelegenes Wohnhaus neben Frank Foltz, wie im Gerichtsprotokoll Seite 10 ersichtlich, um 336 fl versteigert, allerdings ohne den dazugehörigen Stall, an ihren Schwager Friedrich Hönel

 

146

03.12.1772

Peter Malter senior in Urweiler

sein Sohn Claudius Malter

Alimentenvertrag, dabei Übergang seines kleinen Wohnhaus mit Hofgering pp

 

149

08.01.1773

Kundt offentbahr sey hirmith noach dem die Hochwohlgebohrene von Hamische 4 Herrn Erbgenahmere am 6ten 8bris 1770 mit Ihrer auch hochwohl gebohrener Verwittibter Frauen Schiescher Mutter von Hame gebohrene von Rossillion unter andern dahin Transiret, daß Hoch von selbiger ad dies Vitae alljährlich 100 Reichsthaler sambst Vier Malter Korn, und ein Malter Haaber stipulirter maaßen von den wohlersagten H. Erbgenahmern zu Entrichten seyen, auch des fals einen Garantie fundum außzusetzen angelobt, wo hernechst deme HochErwehnten 4 H. Erbgenahmere die bey den H. von Feignies zu Gondesweiller über 4000 fl sprechende Obligation sambst deme rückständig, und laufende Interesse einzubeziehen ermächtiget seyn sollen.

In welchem End dann Hochwohlersagte 4 H. Erbgenahmere in einer Specialen Hypotheque dießer Jährlich zu entrichtender 100 Reichsthaler sambt 4 Mltr Korn, und 1 Mltr haaber und Zwahrn der Hochwohlgebohrene Herr Philipp Jacob Ignath von Hame dermahliger ChurTrierischer Hoff Cammerdirector auch Geheimbden Rath Excellentz pro suae 4ta aus dessen Guthen Theil Zettul nachfolgende stück setzet

 

Wießen

pagus  No               Wert

110     98      Ein stück in der stillwies bey Altzfassen    230

130     116     Ein stück oben an Altzfassen bey der alten Föltzen Mühl, die mühl weiß genannt       450

133     118     Jn der Au eine Wieß  680

62      53      Ein Stück beym Creutz auf den leewiesen mit dem Vordersten End an den Tholeyer Weg, mit dem hintersten End an den Wasser fluß,          75

 

desgl. des auch Hochwohlgeb. Damien Joseph von Hame, Churfl. Trierischer Hoffrath und Ambts Verwalter dahier

 

nicht weniger der … Baron von Stentz wegen seiner Ehegemahlin Charlotte von Hame

 

156v

15.01.1773

Susanna Enkrichs, Witwe des Wollenwebers Wilhelm Trost

hat zur Zahlung ihres Wohnhauses in der Schlossgasse zwischen Simon Schlicken Haus und Johann Wassenichs Pferdestall ink. SV Stall zwischen Pastor Brauns Häuschen und der Scheune von Jakob Cetto bei Hospitalverwalter Johann Coenen und Pastor Braun 200 fl aufgenommen und gibt das Haus plus Felder als Sicherheit.

 

158

15.01.1773

Nikolaus Voll, Bürger in St. Wendel, und Ehefrau Catharina Schledorn

sind seit 29 Jahren verheiratet, aber bisher das Glück nicht gehabt einige Leibserben zu überkommen, adoptieren Adrian Jung, S.v. Johann Jung und Eva Morbacher (beide tot), Schuhmacher, und dessen Braut - ihrer Nichte - Margaretha Hell, T.v des verlebten Mathes Hell und der noch lebenden Margarethe Voll

 

161

19.01.1773

Michael Bick von Mauschbach in Zustand seines Sohnes Michael Bick und Henrich Wirth, Kirchenschöffe von Hoffeld, zum einen

zum anderen Peter Hasdenteufels Ehefrau Anna Margaretha Schaad in Zustand der Margarethe Becker Tochter der verlebten Eltern Goerg Becker und Catharina Hasdenteufel aus Roschberg, mit ihrem Bruder Adam Becker und Johann Hasdenteufel, Roschberg

 

Heiratsvertrag zwischen Michael Bick junior und Margetha Becker.

Michael Bick sr, dessen Ehefrau „so bekanter maasen lange Zeit mit dem schlag gerühret, schenkt ihnen sein Wohnhaus => Alimentenvertrag.

Ihre anderen drei Kinder sind noch klein

 

Die meisten Beteiligten können nicht schreiben, unterzeichnen mit „+“

 

163

Januar 1773

Wendel Deutscher und Ehefrau Clara Coenen

haben beim Domkapitel in Trier weitere 100 fl ausstehen.

 

164

19.02.1773

Der bisherige Kellereyschultheiß Mittermüller wurde durch Nikolaus Hallauer. Der muß eine Kaution stellen und gibt zusammen mit seiner Ehefrau Barbara Müller als Sicherheit 6 unbebaute Grundstücke.

 

166

26.02.1773

die tugendsame Anna Maria Wilkin, Wittib des Pachcasius Wilquin, verkauft an Peter Schwan und Ehefrau Anna Catharina einen Teil ihres Hausgartens entlang Schwans Wohnhaus.

 

166v

09.03.1773

Nikolaus Riefer, Schneider in St. Wendel, und Ehefrau Anna Barbara Kiefer

haben in der Obergasse neben Anton Weisgerber und halb gegen Wilhelm Weber ein Wohnhaus gekauft - das sogenannte alte Kiefers=Haus - und nehmen bei Madame Hetzerott Witwe ein Darlehen von 120 fl. Sicherheit: das Haus und verschiedene unbebaute Grundstücke.

 

169

10.03.1773

Margarethe Kirsch, Witwe von Wendel Lithardt, hat am 30.03.1772 ein Wohnhaus mit Scheune, Stallung und Mistplatz gekauft und will es nun freier Hand versteigern lassen. Hofrath von Hame interveniert, weil er befürchtet, sie würde übers Ohr gehauen werden. So geht das Haus für 1300 fl an Johann Scheffler und Ehefrau Katharina Meyer.

Schloßstraße 2

 

171

13.03.1773

Jacob Ballof von Furschweiler hat seinem ältesten Sohn Wilhelm Ballof von Furschweiler seine Sach übertragen als da ist Hauß und Guth, Moebel und Immoebel.

Hier: Vergleich mit seinen beiden Geschwistern Catharina und Hans Adam Ballof

 

173

23.03.1773

Michel Blum, Bäcker und Kirchenschöffe in St. Wendel, und seine Ehefrau Anna Maria Heckmann haben vom Kaufhändler Herr Plox nahmens der Hochwürden Patren Prioris Antonii Welcken der Hochlöbl. Quarthauß Sti Albani obig Trier ein Darlehen von 400 fl erhalten und geben als Sicherheit 15 Stück Wiesen- und Ackerland.

 

175 verso

03.04.1773

Joseph Zahn, Rotgerber in St. Wendel, und Ehefrau Catharina Schäferin sind bei Eröffnung der Erbschaft ihres Schwiegervaters Claudius Heylen Verstorbenen Vorfahren Michel Heyls Vatteren Geld schuldig, geben als Sicherheit ihr Wohnhaus samt Stall und Hofbering in hiesiger Obergasse zwischen Michael Tholey und Jakob Pistors Witwe mit einem Gartenstück bei hiesigem oberen Bierhauß, geschätzt auf 300 fl. Außerdem ein Garten bei ihrem Gerbhaus und eins hinter Urweiler.

 

179 verso

02.04.1773

Friedrich Hoenel und seine Ehefrau geborene Malter von St. Wendel haben bei Ankauf des neben ihrem Wohnhaus in hiesiger Untergasse befindlichen Hauses des abwesenden Michel Clomens ein Kapital aufgenommen und geben als Sicherheit Wiesen und Gärten auf St. Wendeler und Urweiler Bann.

 

180

ca. Anfang Juni 1773 (undatiert)

Anna Maria Marx, jetzt Buchhet genannt, von Alsfassen, Witwe von Andreas Schubmehl, in Zustand ihres Schwagers Simon Schmitt von Alsfassen. Ihr Schwager Johann Schubmehlwill den Schopp zwischen dem alten und dem neuen Schubmehls Haus, so bishero offen gestanden, zu einer Wohnung umbauen (ich glaube, da fehlt noch ein Satz).

 

180 verso

12.06.1773

Jakob Scherer und Ehefrau Margaretha Schaad, Eheleute in Reitscheid haben bei den Kuratoren des Erbes von Johann Dewes aus Theley ein Darlehen von 300 Reichtsthalern aufgenommen.

 

182

20.07.1773

Jakob Theutscher, Bürger und Schuhmacher in St. Wendel, und Ehefrau Elisabeth Altzfasser schulden der Pfarrkirche Geld (148 fl) und geben als Sicherheit Wiesen und Ackerland auf St. Wendeler Bann.

 

184 verso

20.10.1773

Peter Kockler, Rotgärber in St. Wendel, und Ehefrau Anna Maria Schneider haben von Johann Brück aus Rimmelbach ohnweit Lehebach am 1. Juli ein Darlehen von 120 fl erhalten, um ihre Schulden beim Juden Marum Weyler von Cuncken (Konken) zu bezahlen. Geben als Sicherheit 9 unbebaute Grundstücke.

 

187

21.10.1773

Nikolaus Marchall, Wollenweber dahier, und Ehefrau Charlot Zahn haben von ihrer verwitweten Mutter Anna Maria Marchall geb. Colingnon zur Erbauung und Reparierung ihres neuen Wohnhauses hart an hiesigem Pfarrhaus ein Darlehen von 200 fl erhalten.

 

188 verso

28.08.1773

Nikolaus Bick von Mauschbach hat nach der „einascherung“ seines Wohnhauses in anno 1766 zu Erbauung eines neuen am hiesigen Hospital am 13.11.1769 ein Darlehen aufgenommen und gibt Wiesen als Sicherheiten.

 

190

30.11.1773

Magdalena, Witwe von Peter Weisgerber, Schlosser in St. Wendel, hat vom Hospital Geld bekommen, um sich eine Kuh zu kaufen und ihren Tochtermann Johann Ruf auszahlen zu können.

 

192

30.11.1773

Philipp Lauer und seine Ehefrau Susanna Hallauer haben beim Hospital ein Darlehen von 150 fl aufgenommen und geben als Sicherheit

1. ihr Wohnhaus samt werckstatt, Hofbering, Stallung und S.V. mistenblatz und Hausgarten, Wert = 180 fl

plus Felder

 

193 verso

01.12.1773

Jakob Becker, Schneider in St. Wendel, und Ehefrau Helene Weber haben bei Ersteigerung ihres dermaligen Wohnhauses, des sogenannten Hirckers Hauß zwischen Wendel Meiß und Niclas Woll beim Hospital ein Darlehen aufgenommen und geben als Sicherheit u.a. das Wohnhaus

 

195 verso

01.12.1773

Anton Auer, Wollweber in St. Wendel, und Ehefrau Anna Maria Simon haben von Hospitalverwalter Johann Coenen ein Darlehen von 150 fl genommen und geben als Sicherheit ihr Wohnhaus zwischen ihrem Vater Simon Simon, dann Nicolaus Lieb samt Stallung und Hofbering und 11 unbebaute Grundstücke auf St. Wendeler Bann.

 

198 verso

01.12.1773

Jakob Schmit und Ehefrau Catharina Bick von Hofeld haben zum Kauf des Wohnhauses des ins Ungarische verzogenen Johann Collet aus Mauschbach beim Hospital ein Darlehen von 225 fl aufgenommen und geben als Sicherheit ihr Wohnhaus plus Gromet und Wiese.

 

201

03.12.1773

Anton Kirsch, Seiler in St. Wendel, und Ehefrau Katharina Falkenstein haben zu Erbauung ihres Wohnhauses an der Oberpforte neben ihrem Schwager Wendel Paequins neuem Haus beim Hospital ein Darlehen von 125 fl aufgenommen und geben als Sicherheit u.a. das Wohnhaus.

 

202 ½

06.12.1773

Peter Bick, Kirchenschöffe, als angeordneter Curator des Jakob Hüwer von Furschweiler

Adam Klein von Furschweiler

haben am 29.08.1765 vom Hospital St. Wendel ein Darlehen von 200 rt aufgenommen und geben als Sicherheit 26 Felder und 5 Äcker und die sog. Cappaunenwies

 

203

07.12.1773

Die Stadt hat am 14.03.1772 den bürgerschaftlichen Garten rechter Hand außerhalb des oberen Tors an Anton Kirsch und Ehefrau Katharina Falkenstein und seinen Schwager Wendel Paque, Schneider, für 10 fl 5 xr jährlich verpachten lassen. Sie müssen den Platz bebauen.

Weitere Güterversteigerungen:

1. der Graben im alten Woog, angesetzt zu 3 fl, in 24ter Steigung an Peter Hergesburg für 7 fl

2. Firkenrech

3. Schießgarten

4. der Bürgergraben, den der Schöffe Michael Joseph in Pfandschaft gehabt, an Wendel Scherhammer für 7-20 fl

5. Der Garten vor dem obern Tor, der wegen Einzäunung viel Beschwerde nach sich gezogen

nach 44 Steigung blieb bei Anton Kirsch.

 

(verso)

dahr des H. Hofraths seel Erben den sogenantten Hundsschluf Vor dem pfertgen gelechen rechterseit ein geraumbts zeitt in pfangdschaft gehabt nunmehro selben eingelösset, so wurde dises jahr derselbe zu borderger der bürgerschafft aufgeben was dan Von jedem weill zimlich groß jährlich den Hochgerichts bürgermeister zahlen von jedem bordt den 15 so__ zu zahlen 15 x von stück

 

(204 v)

12.01.1774

Barbara Wahl, Witwe von Johann Thule, und ihr majorenner Sohn Wendelin Thule haben bei Johann Juncks Kindern am 12.02.1762 ein Darlehen von 90 fl aufgenommen und geben als Sicherheit 20 unbebaute Grundstücke.

 

(208)

10.01.1774

Michael Huschard und Ehefrau Barbara Meitzemer von Alsfassen haben bei Hospitalsverwalter Johann Coenen ein Darlehen von 112 Thaler oder 168 fl aufgenommen und geben als Sicherheit unbebaute Grundstücke.

 

(210)

10.01.1774

Johann Beilstein, Weisgerber und Kirchenschöffe, hat bei Herrn Zetto in Zweibrücken, vertreten durch Coenen, ein Darlehen von 96 fl aufgenommen, wird mit einer Schuld verrechnet, die Franz Zengerle vom Hospital fordert.

 

(211)

13.01.1774

Johann Wendel Pacquin, Bürger und Schneider in St. Wendel, hat von J. Coenen als Hospitalverwalter ein Darlehen von 150 fl erhalten zur Erbauung seines dermahlen aussen der Oberpforten new theils errichtet und theils noch zu erbauenden Wohnhauses neben seinem Schwager Anton Kirsch. Als Sicherheit gibt er das Wohnhaus samt dem dahinterlegenden Garten. Für den Platz, auf dem das Wohnhaus errichtet wurde, zahlt sein Schwager bei der Bürgerschaft einen Erbzins von 5 Thalern rheinisch.

 

(212v)

01.02.1774

Michel Linxweiler, Theologe, eheleiblicher Sohn von Anton Linxweiler, tot, Hutmacher und Kellereischöffe und seiner noch lebenden Ehefrau Maria Barbara Bouschin, „geziemend zu Vernehmen gegeben, wie daß Er zu deme weltgeistlichen stand besonders inclinirt, und sich würcklich dahin entschlossen hätte, seinen heiligen intent aber sine titulo ordinationis nicht erlangen würst; es seye dan, daß einige benefactoris zu errichtung des erforderlichen tituli ordinationis die hülfliche handt gütigst anlegen würden, wie dan zu solchem ende von hiesigem stadtgericht in eigener Person erscheinendt, als der Ehrsamber Petrus Linxweiler, ledigen standts als leiblicher öhme dieses Vorgdt. requirentis, dan Christophel Kieffer und dessen Ehefrau Susanna Boschin, nicht weniger Henricus Marchal, Kauffhändler und Hochgerichtsschöffe, mit seiner Ehefrau Anna Maria Bouschin und dies erwehnte requirentischen Linxweilers sie beyde letztere wegen ihren weiberen, öhme und respe. Möhme letztlichen aber H. Johann Knolls rothgärber und auch hochgerichtsscheffen dahier, wohl bedachtlich erklährende: was massen sie diesem requirentischen Michelen Linxweiler, in rücksicht seiner zum höchsten Vergnügen, dessen freundschafft bis hiehin so rühmlicher auffuhr und fortsetzung seines studierens in dessen petitio nicht entgegen seyn könnten, Viellmehr sich schuldigst erkenneten, den entZweck seines so heiligen intents bestmöglich beförderen zu helffen, werowegen dan sie Comparentes nachstehende liegende güthern, und zware (Aufzählung, Gesamtwert 64 Reichsthaler) … diesem requirentischen leiblichen Vetteren Wilhelm Linxweiler gantz gern cediren und assigniren wollen.

 

(216)

03.02.1774

Jakob Deutscher, Schuhmacher in St. Wendel, und Ehefrau Elisabeth Alsfasser haben bei Übernahme ihres Wohnhauses in St. Wendel eine Schuldforderung des Hospitals von 193-17-6 fl übernommen und haben von Herrn Coenen noch 24-6-2 fl zusätzlich empfangen und geben als Sicherheit u.a. ihr Wohnhaus in der Untergasse neben dem Bäcker Peter Kiefer

außerdem u.a. ein stück weiß auf der Pollmans=Mauer zwischen Johann Schuppmehls Erben und Wilhelm Schaadt, bring 1/8 wagen heu.

Sie kann nicht schreiben und unterzeichnet mit großem „X“.

 

(217)

06.12.1773

Obligation der Angela Ebener, Witwe von Adam Bayard zu Alsfassen, beim Hospital über 300 fl. Mit dem Geld hat sie sich ein Haus mit Scheune, Stall und Baumgarten im Falkenbösch gekauft, dann einen Baumgarten auf der bollmanns Mauer, ein Grummetstück daselbst und noch 1 dito allda, das Haus inkl. Baumgärten hat einen Wert von 350 fl

 

(217v)

02.03.1774

Wendel Mittermüller von Urweiler und Ehefrau Margarethe Malter müssen in Trier eine Obligation errichten und deshalb aus einer Kaution vom 23.05.1765 einige Stücke herausnehmen,, mit dem Versprechen ein hinlängliches Surrogatum von ihren beyden Schwägern Peter Mittermüller von Oberlinxweiler und Johann Mittermüller, so dermahlen dahier beständer der sogenannten Neu= oder Breitener Mühle sei darzugeben;

Heraus nimmt er das väterliche Wohnhaus, angesetzt zu 75 fl

und andere liegende Güter.

 

(219)

02.03.1774

Wendel Mittermüllers Ehefrau Margarethe Malter erklärt, daß sie bei Herrn Haas, kurfürstlicher Trierische Kammersyndico 300 Reichsthaler Schulden haben, die sie binnen 2 Jahren zurückzahlen muß. Als Sicherheit gilt u.a. ihr Wohnhaus mit Scheune, Stall, Garten neben Hans Adam Egler und Johann Hawen Erben, geschätzt auf 100 fl

 

(222)

07.03.1774

Mattes Wagner, Bürger und Schlosser in St. Wendel, und Ehefrau Magdalena Weisgerber hat am 04.02.1768 sein Wohnhaus ersteigert und jetzt an den Nagelschmied Johann Vogt und dessen Ehefrau Katharina Jochem verkauft. Letztere übernehmen die Restschuld aus der Ersteigerung von insgesamt 431 Reichsthaler, das Wagner dem Hospital schuldig ist. Nicht im Verkauf begriffen ist der in der hintersten Stube stehende Stubenofen sowie der Küchenschrank.

 

(223v)

15.03.1774

Elisabeth, Witwe von Mathias Loth, erklährend: wie daß das unglück vorig Jahrs sie getroffenm, daß sie ihre schnuhr und hernechst gleich hierauf ihren sohn Joseph Lott durch den zeitlich todt verlohren, wodurch sie alles trostes beraubet, und sich gantz Verlassener gefunden hätte, unterdessen aber hätte sich dies jahr gefüget, daß ihre noch ledig gehabte Thochter Elisabetha den Junggesell Johann Vogt nagelschmit geheuerathet, und zwar unter der gethaner Versicherung, daß sie nicht allein ihre unterm 29. Jan 1772. ihrem verstorbenen Sohn Joseph und dessen Ehefrau Margarethe Trapp seelig gerichtlich verschriebene Wohnhaus, Handwerksgeschirr und garthenstück, so ihr durch diesen todts fall aus abgang deren leibserben, auch einem mit seiner Frau befreundten getroffenen Vergleich, abereins anheim gefallen, diesem Jungen Ehepaar auf Erblich überlassen, sondern in rücksicht sie ihre wenige lebenstage bey dieser Ihrer Tochter Elisabeth und Thochter Man Johann Vogt zu schließen gantz fest ohnabänderlich intentionirt, ihre übrige ganze Vermögenschaft … als ein wahres eigenthum diesem jungen Ehepaar übergeben thäte, also, daß diese sie lebenslänglich in kranken und gesunden Tagen in Kleidung und Verpflegung als getreue Kinder erhalten, nicht weniger nach ihrem Tödtlichend Hintritt nach Christlich Catholischem Gebrauch zur Erde bestatten und die gewöhnliche Seelen Messen lesen zu lassen Verbindlich, dahingegen allermassen ihrem TochterMann Marcus Öhl und Cathrina dessen Ehefrau von der Hinterlasssenschaft ihres verstorbenen Sohn Josephi Lott, dann von jenem wenigen Vermögen, so sie sich reserviert hat, billiger dingen ein Erbschaftliches antheil zu gefallen. Besagte Kinder erscheinen und geben kund, daß sie die Zahlung von 30 fl 30 xr als ein ewiges Stillschweigen und Verzieg auf ihr Mütterlich Vätterlich, und brüderliche hinterlassenschaft akzeptieren

 

(225v)

16.03.1774

Johann Vogt und Ehefrau Elisabetha Loth haben in Folge des Vergleichs mit der Schwiegermutter Elisabeth Loth ein Kapital aufgenommen und geben als Sicherheit u.a. das Wohnhaus, stallung und mistenplatz zwischen Johann Schwendlere und Hans Jakob Hautzen Hauß, so Johann Schäffler dermahlen acquirt übernommen

 

(227)

17.03.1774

Jakob Tholay, Jungbürger und Sattler in St. Wendel, und seine Ehefrau Magdalena Schäfer haben am 2. März 1770 bei Herrn Hochwürden Gnaden Freyherr von Hagen zur Motten, churbischof des Hohen Dhomstifts zu Trier EIN Kapitel von 500 Reichsthalern trierisch Curranten Geldts aufgenommen und geben als Sicherheit neben 22 Parzellen an Wiesen, Feldland etc.

1. Ihr in der obergassen zwischen Kellereyschultheiß Hallauer und Michel Blum gelegenes Wohnhaus, Scheuer, Stallung und Hofbering, geschätzt auf 400 Rthlr

2. das Gerbhaus samt dem darbey gelegenen Garten zwischen Jakob Münster und Niclas Lieb         40-27 Rthlr

3. 1. eingemauerter Garten bei dem Obersten Bierhaus, einerseits Johann Wassenich, unten und oben dem Fuhrweg        20-0 Rthlr

 

(229)

25.05.1774

Johann Cunen Wittib Anna, eine alt bedachte wittib so entkräfftet, daß zu abzahlung ihrer Jährlicher Kirchpensio und deren Churfürstl. schatzungs geldern schier gantz ohnVermögend sich sehete, und zu dem ihr würckliches Wohnhauß so Verlasseret, daß eine starcke reparaton nötig hätte, seye somit dahin getrungen, zu abwendung größeren Schadens etwas von liegenden gütheren, so am füglichsten entberen könnte, zu Verkauffen:

Ein Stück Garten oder Grablandt inwendig hiesiger Stadt Mauren, untig der Capellen, zwischen dem Kirchgarten, so Custos in Genuß hat, und H. Hochgerichtsschöffen Anton Weisgerber zu Term, verkauft deme hiesig Metzgern Michel Tholay und dessen Ehefrau Barbara Falkenstein um 31 fl

Da das Grundstück von ihrem Ehemann herrühre, sollen ihre Kinder als Ausgleich ein Stück Feldland auf dem Rödelborn erhalten.

 

(230)

05.07.1774

Johann Huwer und seine Ehefrau Barbara Hassdenteufel von Urweiler haben bei der hiesigen Kirche ein Kapital von 100 fl rheinisch, Jeden zu 36. Trierische petermänger gerechnet, aufgenommen. „und zware in rücksicht ihres Verheuratheten sohns Gerharden Huwers Zu Hirztweyler gehabte wohnbehausung durch Eine feuersbrunst gäntzlich eingeäschert und zu neuErbauung dieses gehabten Hauses solches Capitale 100 fl Ihren sohn vorzuschießen genothringet. Das Kapital stammt aus dem Anniversarium, daß die Verlebte Jungfeer Maria Matthis der Pfarrkirche gestiftet,

 

Zusatz:

Heute den 27 fructidor XI produzierte Peter Thiel von Urweiler diese Obligation an den altaristen H. Vogt (?) Vermög quittung vom 17. September 1803 A: K: als abgetragen.

 

(232)

13.08.1774

Jakob Peter Schneider von Urweiler und Ehefrau Anna Sophia Born haben vom Hospitalverwalter zum Kauf eines paar Joch-Ochsen und sonstiger Bedürfnisse 92 fl erhalten und geben als Sicherheit ihr gegen ihren Schwager Nikolaus Born zur Hälfte habendes Wohnhaus und Stallung mit Hofgering und Haußgarthen, wie ihre Eltern seelig solche in Besitz gehabt, geschätzt auf 50 fl

 

(233)

13.08.1774

Peter Linxweyler, Hutmacher in St. Wendel, und Ehefrau Maria Elisabeth Scheffler haben bei der Hospitalverwaltung ein Darlehen von 100 fl aufgenommen und geben als Sicherheit ihr in der untergassen dermahlen bewohnende Behaußung samt dazu gehöriger scheuer und kleiner Stallung, so ehemals von dem Henrich Riotte herrührig.

 

(233v)

vor 10.06.1774

Conrad Schneider und Ehefrau Susanna Huwers, T.v. Johann Huwer und Barbara Hassdenteufel, von Urweiler haben an Wendel Born ihr Wohnhaus mit Scheune und Stallung oberhalb des Herrn Adam Thiel wohnbehaußung samt Garten hinterm Hauß und einem vorm Haus gegen Adam Thiel und einer vor dem S.V. stahl vor dem Hauß gelegen für 100 Rthlr. Das Haus wurde auf 80 R geschätzt.

 

Ergänzung:

Am 10.06.1776 erklärt Conrad Schneider, er habe den Stall und ein Grummetstück an Wendel Heintz aus St. Wendel verkauft

 

(235v)

27.10.1774

Franz Schneider, Bürger in St. Wendel, vorbringend, wie daß Er in für=

gefallener bedürfftigung, auch zu anderwertlichen

nutzensschaffung, und zwarn zu einlösung eines

Von seinem schwagern Peter Schwann Ver=

kaufften Haußes ein Capital ad Ein hundert

reichs Thaler aufzusprechen __th_inget worden

seye, wie Er dan auch solches Capitale gegen 5

per Cto zu errichtenden Interee Von deme auch

Ehrengeachten Johannessen Friderich vovn Mertzet

zu Verkommen die Zusag erhalten, weswegen Er

Comparentischer Frantz Lehn___ Volg dieser Ver=

sicherung zu einer ___théque, so auch

_____________, ausser __________n lassen,

Verstricket, nachfolg___ _rstellen wolte,

auch hiemit darstellete, und zware

1mo sein Wohnhauß mit stall und bering zwischen H. Hochgerichtsscheffen Wassenich, dan layendecker Johann und Jacoben Münster als die halbscheid gegen Niclaßen Klein, Schuhemachern hierselbsten, so überhauptlich estimiert wird 30 Rh

 

(236v)

Der Akt wird wiederholt, um weitere Belastungen abzudecken. Die Grundstücke werden erneut belastet, dazu kommt:

16. sein Wohnhaus, scheuer, stallung, und Hofergering, welches erachtet worden als nur die öde platz     12 Rh

 

(237v)

07.11.1774

Peter Birckenbach, Ziegler zu Alsfassen, und Ehefrau Maria Elisabewtha Holtzen, als ehemals gewesene Wittib des Johann Hatz, sind vermög ihres errichteten Inventariums dem Herrn Hochgerichtsschöffen Johann Knoll wegen empfangener Clafter Holz bey Lebzeiten seines Vorfahrers und resp. erstern ehemanns sellig Capitaliter schuldig worden seyen        143 fl 57 xr - d

Zinsen bis zum Absterben ersten Mannes, also bis 1770 ad 1 Jahr 8 1/3 Monath       12-10-3

mithin  156-7-3

hierauf aber - durch von Hamische praetension abgestossen worden seye      51-0-0

folglich nur rückständig       105-7-3

Als Sicherheit für die Rückzahlung geben sie

1. ihre Ziegelhütte mit Haus, Scheuer undt Stallung auch dazugehörigen garthen mit übrigem bering, sowie weitere Grundstücke. Da das alles zu wenig ist, geben sie auch ihre gantze übrige Vermögenschaft bestehend in Möblen und worahn sie eheleuthe nur ermächtiget.

 

Zusatz: Birkenbach hat am 03.02.1781 eine weitere Obligation errichtet, in der der Rest dieser Obligation auch enthalten, die jetzige somit erledigt ist.

 

(240)

13.11.1774

Michel Hassdenteufel aus Furschweiler hat bei ein Darlehen von 80 fl aufgenommen zur Einlösung einiger wiesen stücke aus einer Versteigerung vom 29.07.1773 und gibt als Sicherheit u.a. sein Wohnhaus, Scheune und Stallung, Hofbering, daran gelegenen Hausgarten, wie er alles von seinem Schwager Johann Huwer zu Furschweiler gekauft hat, geschätzt auf 33-18-0 fl

 

 

(241)

13.11.1774

Michel Hassdenteufel zu Furschweiler hat bei Sr. Hochwürden Herrn Johann Godfried Schmit Canonim Capitularis ad Stum Paulinum zu Trier ein Darlehen von 80 fl aufgenommen, um die Güter von Johann Blum aus der Versteigerung vom 29.07.1773 einzulösen, und gibt als Sicherheit u.a. sein Wohnhaus, Scheune und Stallung, Hofbering, daran gelegenen Hausgarten, wie er alles von seinem Schwager Johann Huwer zu Furschweiler gekauft hat, geschätzt auf 33-18-0 f

 

(244)

17.11.1774

Sebastian Riefer, Rothgerber von Alsfassen, erklärt, daß er und seine Ehefrau nach reifer Überlegung ihren Sohn Sebastian Riefer mit einer sicheren Jungfer Thochteren der Verwittibten Johann leithingers von Nosewendel aus der pfarrey Waderen zu Verheyrathen entschlossen, dahero wolten sie Eltern diesem ihrem gd. Sohn zu einem gesicherten Wohnsitz Ihr dermahliges Wohnhauß, schewer, stallung, hofgering samt 3en an deme hauß gelegenen gärten, mit einschluß des rothgärber handwercks geschirr ohne ausnahm mit denen befindlichen gruben für 500 fl rheinisch, jeden zu 60 xr gerechnet, daß jedoch sie Eltern lebenslänglich sich ihres rechtens all ligtem nicht zu begeben schuldig seyn sollen, sondern vor wie nach die Elterliche oberhand zu halten und nur diese Elterliche Cedssion zu deme Ziehl undt endt geschen, daß die übrige Kinderer nach ableben der Elteren ahnstatt des hauses, garten, handtwercks geschirr und gruben /: Jedoch ausschließlich des würklich darin befindlichen Leeders :/ nur an dem Anschlag deren 500 fl ihre rotam zu protendiren

(…)

da nun dieser Junger Hochzeiter zu folg diesese übertrags und resp. Cedirung vorgd. Hauses etc. würcklich gegenwärtiger Jungfer brauth Anna Maria geb. Leittingers, welche ihren schwager Niclassen Veltes von Wadern zum Beystand eben auch bey sich gehabt, einen sicheren Wohnsitz verschaffen möge, so wurde zwischenn diesem zu künfftigen ehepaar die stete ohnabänderliche abred geschlossen, daß wan gegen Versgten Er hoch Zeither ohne leibsErben vor seiner künfftiger eheliebsten absterben würde, als dan sie solch Cedirtes Hauß pp umb diese 500 fl eben auch für erblich behalte und zwar ohne das mindeste zu extradiren, allermassen sie Jungfer Braut ebenergestalten mit ihrem ahnwesenden Schwagern dahin angelobt, wan im gegentheil die Jungfer braut in Zu kunft ohne leibs erben Versterben würde, als daß letztlebender eheliebsten von ihren illatis 500 fl dargegen rückbleiben, und so fort den überschuß deren bey gebrachten geldern denen geschwistrig dieser Jungfer braut ohne wieder redt verabfolgen solte. …

 

(247v)

18.11.1774

Margaretha Malters, Ehefrau von Wendel Mittermüller, bringt vor: Ihr Mann sei dermahlen abwesend; Von dem unterm 3. September 1772 ersteigerten Wohnhaus des abwesenden Michel Clomen dahier, den dazugehörigen, gegen Wendel Breyningers stall, anderseits der gassen neben des Breyningers Newen haußgen schon längstens deme Kellereyscheffen Frank Foltz, Becker dahier, um 100 Rthlr, jeder zu 54 Petermentger gerechnet, verkauft, aber bisher nicht wirklich in Possession Immittiren lassen; dahero sie Verkäufferin in Zustand des von ihrem dermahlen abwesenden Namensbevollmächtigten Kellerey scheffen Johann Hassdenteufel von Urweiler verkaufte von Frantzen Voltzen in real undt actualische possession, in diesem nun 100 rh gegen Wendelen breyningers halbscheidigen stall samt seiner dazugehörigen gerechtigkeit, durch die heuth in gegenwarth beyder Herren Hochgerichtsscheffen Johann Coenen und Knoll unterm offenen Rathauß, wie gebräuchlich, fürgenohmene einErbung einsetzen lassen wolten, und einsetzten, den Kaufschilling dieser 100 rh ahn die Massam dieses Michel Clomen anweisend.

 

(248v)

26.11.1774

Peter Gillen und Ehefrau Catharina Balloff, Eheleute von Hofeld, haben ein Darlehen von 120 fl aufgenommen, um ein anderes Darlehen in Verbindung mit der Versteigerung Johann Blum von 1773 zu begleichen und geben als Sicherheit etliche unbebaute Grundstücke auf Hofelder und Mauschbacher Bann.

 

(252)

03.10.1774

Des abgelegten Jacobi Caspars hinterlassene Kinder als

Jacob Caspar, Elisabetha Caspar, dann Anna Maria, des verstorbenen Hans Görgens Jung hinterlassene Wittib, nicht weniger Nahmens des abwesenden Bruders Wilhelm Caspar der hierzu authorisierte Jacob Demuth, Kirchenschöffen dahier:

Sie haben dem miterschienen Joesen Klein und seiner Ehefrau Barbara Jung ihr in der Hauptgassen zwischen Johann Greif und Michel Blumen Behaußungen habendes Elterliches Wohnhaus samit dem zwischen Wilhelm Tholai und Nikolaus Schefflers Wohnhaus habenden S.V. Stall mit der darzugehörigen Mistenplatz verkauft hätten und in Kraft dieses Verkauffeten für 200 fl Rheinisch samt 12 fl 20 xr Trinckgeld (im Randbemerk ein Zusatz über einen Ausschluß)

 

(253)

30.12.1774

Die tugendsame Elisabeth Hansen vorbringend, welchermaßen ihre Nichte Elisabetha Klettnerin als den Verstorbenen Hans Gergen und Anna Sophia Klettner gewesenen Eltern dahier hinterlassene Tochter, mit dem Johann Michel von Nosweiler im Lothringischen ohnweit Saargemünd gebürtig, sich miteinander zu vereheligen intentoniert seynd und würklich sponsalia contrahiret, Jedoch dargestalten, daß sie Hansen ihre habende Vermögenschaft denselben anheim geben wollte.

Dazu hat sie sich angesichts ihres fortgeschrittenen Alters entschlossen, da sie keine Leibeserben hat, ihre Nichte als ein wahres Kind anzunehmen, „als ob von ihrem Leib entsprossen“ und sie zu adoptieren. Dafür werden die Eheleute sie bis an ihr Lebensende versorgen.

 

(254v)

09.01.1775 (im Text steht 1765)

Nachdem Michael Orgelmacher, Sohn des verstorbenen Schneidermeisters Anton Orgelmacher und seiner noch lebenden Ehefrau Angela Born, als im 2ten Jahr Seminarist hiesiger Stelle geziemend angegeben, welchergestalten er zu dem weltgeistlichen Stand besonders incliniret, auch wirklich hierzu sich fest entschlossen hätte, zu erreichung seines so heiligen Intents Sine titulo ordinationis aber zu gelangen ohnVermögens, dahero einige Benefactores zu richtigstellung dieses erforderlichen Tituls die hülfliche Hand zu leisten sich gantz Vergnüglich erklähret, und Zwarn erschienen vor hiesigem Stadtgericht eigentpersönlich dieses requirentischen Orgelmachers leibliche Großmutter Anna Maria, Witwe von Jakob Borno, nicht weniger der Ehrengeachter Rathscheffen Wendelinus Demuth, und dan Hanß Jacob Schaad, KirchenSynodal, auch Limberger Meyer von Roschberg, beide letztere als requirentis leibliche Vettere wohl bedachtlich eröffnet, wie daß sie 3 Comparentes diesem Ihren Enckelain und resp. Vettern zu überkommung eines so gottseeligen intents, in betracht derselbe durch seine bißhiehin der familie zum Höchsten Vergnügen täglich mehr und mehr anwachsender sittlicher auffuhr sich so verdient gemacht, daß, wan auch ohne gegenwärtig zu errichtenden titulo ordinationis ein mehreres zu erreichung solchen sos rühmlich gesinnens erforderlich seyn solte, demselben nach möglichkeit unter die armen zu greifen, bereitwilligt sich erklähret. Sie geben verschiedene Grundstücke, von denen jeder Waagen heu zu 4. auch theils 5. Rhtlr in anschlag genommen seye.

 

(257)

18.01.1775

Anton Auer, Wollenweber in St. Wendel, und Ehefrau haben bei Meister leyendecker Johann Münster lt. Handschriften vom 10ten April 1769 und 29.05.1770 ein Darlehen von 100 Reichtsthalern - jeden zu 54 alb gerechnet - aufgenommen, wovon 10 bisher bezahlt und somit noch 90 Reichsthaler übrig sind. Eine Obligation soll aufgestellt werden.

Gleichwie nun auf ihrem Wohnhaus eine Kirchenschuld ad ca 70 fl rheinisch haftet, hernechst aber nach Debitores Vermög einer gerichtlicher Obligation von 100 fl rh bey hiesigem Hospitale Verstricket, Verfolglich sie Eheleute dem Vorerwähnten Creditori Johann Münster mehr nicht, dan die mehrbesserung ihres Wohnhauses und Zugehörde, dan ihrer weniger liegender güthern und überhaupt ihrer gäntzlicher mobiliarschaft ohne die geringste reservation für das Vorgtes Capitale den 90. Reichsthaler und anwachsender Intereee, wo nachkünftige Ostern im Jahr rückstehet, Verschrieben kkönnten, wie dan Debitorischer Anton Auer in person erschienen, und wolte hiermit und in Krafft dieses für sich und nahmens seiner Ehefrawen die Vorgdte mehrbesserung seines gantzen Vermögens mo= et immobiliarschaft, ohne das mindeste zu reserviren, Verschreiben mit bitte à dato zu auszahlung Capitalis und Interee Ihme Debitori 2 Jahrs Zeit zu Verstatten, dahin gelobend, daß nechstege Ostern auf Abschlag Capitalis 50 fl rh zu zahlen …

 

(258)

12.04.1775

Susanna Blum, Witwe von Wilhelm Tholey, in St. Wendel in Begleitung ihres Sohnes Michel Tholey und Schwiegersohn Jakob Bernard: was maßen sie resolviret seye zu ihrem beestern ihr in hiesiger obergassen hinter ihre bruders Michelen Blumens= und Catharina Heckmanns wittiben behaußungen, dan neben Johann Kleinen S.V. stall, habendes Wohnhaus Vorn zu gassen, so hinterwerts bis ahn Jacoben Tholeys Haus sich Ziehendt, mit allen acht, und gerechtigkeit, samt dem darunter befindlichen S.V. stall, und Mistenplatz, wie sie Comparentin wittib von ihrem verstorbenen Vatteren Herrn Xtian Blum überkomen, und bis hiehin in Besitz gehabt, ohne ausnahme oder mindeste reservation, Ihrem Vetteren Jacobo Tholey und dessen ehefrawen Magdalana geb. Schefflerin, Bürger, und sattleren dahier zu St. Wendel zu verkaufen um 275 fl rh, jeden zu 60 xr gerechnet, samit Ein Newen thaller trinckgelt

 

(261v)

05.05.1775

Johann Klein in St. Wendel. Wasmasen er jenen unterm 3ten Xbre letztverwichenen Jahres 1774 von Jakob Casper Kindern erkauften S.V. stall zwischen Willem Tholey witib modo Jacob Tholey und Nikolaus Schefflers Behausung liegend, damt seinem Zugehör, wie die Jakob Caspars Kinder in Besitz gehabt, nunmehro schon vor einiger Zeit deme Niklas Scheffler, Kirchenscheffen dahier, diesen Stall samt Dependenz um 80 fl rh samt 3 fl Trinkgeld und 30 xr weinkauf verkauft hat.

 

(262)

05.05.1775

Johann Klein, Bürger in St. Wendel, hat am 03.12.1774 (lt. folio 252) von den Jakob Caspars 5 Kindern ihr Wohnhaus in der Obergasse gegen der Kapell über zwischen Johann Greif und Michel Blum hauß samt Stallung erkauft und die darauf lastende Obligation über 242 fl des Hospitals übernommen.

 

(264v)

22.06.1775

Nachdem der Franz Ritter von Nohfelden jene unterm 09.04.1772 an den Peter Bohn zu Hermeskeil verkaufte Wolfersweiler Zehntfrüchte an hiesige Kirch St. Wendel zu zahlen sich anheischig gemacht, => Obligation

 

(265)

28.06.1775

Marie Elisabetha, Witwe des Nagelschmieds Mathes Fettelschos, ist jetzt in einem hohen Alter, wodurch an ihren Kräften mercklich abnemente, auch durch die schwere Kirchenpensionen alljährlich bey diesen Geld Klammen Zeiten starck beunruhiget, errichtet eine Disposition, in der ihre 5 Kinder bedacht werden.

1. Eva Fettelschos, verheiratet mit Hamann Hammen, Schmitt in Haubersweiler. Sie ist gestorben und hat 6 Kinder hinterlassen.

2. Henrich Fettelschos, tot, ehemals mit Elisabetha Donauers verheirathet, 1 Kind

3. Barbara Fettelschos, verh. mit Mathes Burger

4. Elisabeth Fettelschos, oo Melchior Albert

5. Anna Fettelschos, ledig, 27 oder 28 Jahre alt

 

Daß von diesen ihren Kindern Hermann HammerSchmitt wegen seiner Ehefrau seelig auf Abschlag seiner Elterlichen Erbschaft von Ihro Declarantin, masen an H. Vacano unterschiedliches schuldig gewesen, auch sie daselbst zahlen müsen, mithin empfangen 40 fl rh. Mathes Burger nahmens seiner Ehefrau Barbara hat eine Vorzhahlung an die Coenen Wittibs Erben empfangen 47 fl, nicht weniger wegen einem paar Ochsen 30.

Die übrigen 3 Kinder haben nichts erhalten, sondern vielmehr das 4te Kind Elisabeth und ihr Ehemann Melchior Albert während ihrem Ehestand ihr nach und nach vermög einer von Ihme Tochtermann anheut ad Protlum übergebene Specification durch gethanen rückständige schuldposten, gezahlte reparationes an ihr Wohnhaus, scheune, und stallung, auch Zahlung an Kirchenpensionen von zusammen 145 fl 10 xr

Wenn Gott der Herr sie von hier in das ewige abrufen solte, soll von ihrer Hinterlassenschaft ihre Beerdigung nach Krist Katholischem Gebrauch zu Erden, die gewöhnliche Seelen Messen nachlesen, und vom Rest ihr Tochtermann ausbezahlt werden.

 

(268)

 

Hans Adam Loch, Mahlmüller von Baltersweiler, und die tugendsame Eva Hasdenteuffel, Witwe des verstorbenen Franz Waldeck, von Hofeld wollen heiraten. Sie haben am 26.07. letzthin einen Ehecontract errichtet, wie sie dann schon unterm 31ten July abhin einen solchen Contractum bey übergebung ihrer beyderseitigen Inventur ihrer beyderseitigen Inventurien zum waysen Vogtey Protocoll geleget, womit nun aber dieser Contractus zu nuz beyderseitigem Theilen desto fester bestehen möge, so würde eben auch per interlocutum vom 31. July dahin Verordnet, dem Contracten Protocoll ein solches einzuverleiben, sie zukünftiges Ehepaar wollten so mit jenes in ged. Contractu Verabrete dahero per totum repetiren, und zwarn folgender gestalt, daß

1. Alß Er Verwittibter Hochzeiter Hans Adam Loch sie Frau Braut zu sich in seine Mühle zu nemmen entschlossen, dahero sie

2. all das jenige, was dieselbe zu ihm hochzeiter resp. in den Ehestand mitbringen sollte, genauest zu specificiren hätte, womit seiner Zeit, wann Er Vor ihr Versterben sollte über ihre Kinder rückpetiren könnte, jedoch mit der weiteren Abrede

3. Wann aber sie vor ihm absterben sollte, dieser würklich habende zwey Kinder ehender nicht befügt, ihr mütterliches rückzufordern, biß dahin Er eben Auch Verstorben, und alßdann von seiner Hinterlassenschafft sie Kinder ihr Mütterliches praeferentialiter rück zu ziehen ermächtiget, wo aber Jedoch

 

4. fallß ein von diesen beyden Kindern unter dieser Zeit sich verheurathen würde, Er StiefVatter alßdann äuß ihrem Mütterlichen, so viel nur möglich einem Aussteuer zu thun sich anheischig macht, mit dem weiteren geloben, daß

 

5. womit seine habende Kinder durch diese Heurath in seiner Mah(l)mühlen Von zu künftiger stieffmütter nicht beunruhiget werden mögen, so wollte er Hochzeiter dieser seiner Braut sein bey seiner Mahlmühle stehendes Häußgen samt dem daran liegenden ganzen Garten und dem darzu gehörigen Hofbering, alß ein wittwesiz krafft dieses Verschreiben, und hirmit Verschreibete, wozu er um so befügter seye, alß die Mahlmühle, und dieses Häußgen beyde Theile, einen in seiner ersten Ehe gewonnene errungenschaft mithin, alß sie zu künftige Ehefrau an der Mühlen keine Ansprache zu formiren gesinnet, also leichter dings dieses gesagte Haus, garten etc. zu einem wittwesiz zu Verschreiben befügt seye, ansonsten aber

 

6. bliebe dieser frau braut nach Kurfürstlicher Landesverordnung auf seinen übrigen liegenden Gütern die leibzucht lebens länglich, wie dann im gegentheil

 

7. Er, falß seine zu künfftige Ehefrau Vor Ihm Versterben sollte, auf dem ihrigen liegenden Guth die Leibzucht zu Gandiren berichtiget bleiben solle, mit leztlich beschlossener Abrede, daß sei frau Braut von ihrem Vermögen 50 fl sagen fünfzig fl rheinisch in den Ehestand zu bringen gehalten, auch sich desselben dergestalt anheischig gemacht, daß diese 50 fl ihre zweyen Kinder seiner Zeit nicht rückfordern dörffen, noch mögen,

und

Gleich wie nun diese Verabredung eine wahre Conditio, sine qua non, so wollten sie um so fester zu halten ad Protocollum einVerleiben lassen, mit dem leztern Anhange, daß, wo Gott der Herr Ihm einige leibsErben schencken würde, alßdann nach Kurfürstlicher Verordnung mit ihrer zukünftigen Errungenschaft gehalten werden solle, also abgeredet, und beschlossen, und nach deutlich Vorgegangener Ablesung alles fest zu halten kraft eigener hand unterschrift, und respee Signatur, in beysey beydes H. Hochgerichtsscheffen Josephi Wsasenich, und Johann Coenen, dann mein stadt= und Hochgerichtsschreibern von stadt und Hochgerichtswegen bestättiget. St. Wendel d 7ten

August 1775.

 

Hans Adam Loch

Handzeichen

„ „

als Eva Waldecks wittiben gebohrene Hasdenteuffel. Joseb Wassenich

J. Coenen

Fleck

 

(269v)

06.12.1775

Peter Hassdenteufel sr von Roschberg hat bei der Pfarrei ein Darlehn von 100 fl genommen, um Grundstücke zu kaufen, und gibt unbebaute Grundstücke auf Hofelder Bann als Sicherheit.

 

(270v)

18.12.1775

Peter Grein von Breiten und Ehefrau Margarethe Schmidt haben beim Hospital ein Darlehn von 100 fl genommen, um Grundstücke zu kaufen, und geben ihr Haus, Gärten, Wiesen, Feldland als Sicherheit.

 

(272)

25.01.1776

Johann Hassdenteufel, Kellereischöffe von Urweiler, hat am 23.08.1760 bei Hospital ein Darlehn von 108 fl genommen und eine Ruthe Wilderung u.a. auf Urweiler Bann als Sicherheit gegeben. Er erhöht den Kredit um 42 fl.

 

(273)

25.01.1776

Johann Hassdenteufel, Bürger und Bäcker in St. Wendel, erklärt, daß er durch eine mit seinen Eltern, auch Johann Hassdenteufel genannt, vor hiesigem Amt abgehaltener Berechnung und unterm 4. Mertz 1775 überkommene güther wiederkauff die Kirchen= und anliegende Hospitalsobligation nahmens seiner Eltern auf sich genommen hette. Die Schuld bei der Kirche hat er vor 2 Jahren bezahlt, „und nur diese Hospital schuldt ad 300 fl rheinisch stehen geblieben, Er Comparent auch nicht allein in gdter obligation das darin bemercktes Wohnhauß, sondern auch ein darin specificierte wießen, gärthen, und felder /: ausschließlich des pti. 4 et 6 welche der mahlen nicht mehr durch geschehenen Verkauff zu Confideriren seyen :/ theils käuflich = theils wiederkäufflich ahn sich bracht, (…)“. Er braucht noch weitere 150 fl und erhöht seinen Kredit.

 

(274v)

29.01.1776

Jakob Rammacher und Ehefrau Anna Maria Ballof von Hofeld haben beim Hospital ein Darlehn von 75 fl aufgenommen und geben als Sicherheit u.a. ihr Wohnhaus, in dem sie auch wirklich wohnen, nebst Scheune, Stallung, Hofbering und Garten, geschätzt zu 50 fl.

 

(275)

08.03.1776

die fünf Erben des Dietrich Claß

Specification und Abschätzung der ererbten Güter (Wiesen, Gärten, Felder)

 

(277)

09.03.1776

die fünf Erben des Theodor Classen

als Susanna Baltzer geb. Classen, Saarlouis

Niclaß Class, Kaufhändler in Merzig

Sophie Classin, Witwe des Notars Schaad

Elisabeth Classin, ledig

Anna Barbara Class, Ehefrau von Nikolaus Kilburger

 

Ihre verwitwete Mutter ist vor ca. 6 Wochen verstorben.

Erbauseinandersetzung = Verteilung der hinterlassenen Güter.

 

Die jüngste Schwester Anna Barbara Class und ihr Ehemann Nikolaus Kilburger erhalten das elterliche Wohnhaus zwischen Johann Coenen und Wendel Meysen Haus auf hiesigem Marktplatz liegend, mit Scheune, Stall, Hofbering, Mistplatz ohne Ausnahme.

Wert 1054 fl

die liegenden Güter im Wert von 476 fl. Summe 1530 fl

Davon werden die Obligation beim Hospital und bei dem geistlichen Herrn Niclas Selbach zu Bernkastel getilgt (204 fl), vom Rest 1/5 abgezogen = 1060 fl, der Rest auf die anderen vier Erben verteilt

 

(280)

21.03.1776

Elisabeth Klein, Witwe des Jakob Demuth, Kirchenscheffen und Becker am oberen Tor,

begleitet von ihren vier Kindern Mathias Demuth, Johann Demuth, Catharina Demuth und Sebastian Demuth, will ihre Kinder versorgt sehen und sich selbst zur Ruhe setzen. Deshalb verkauft sie an Michel Tholey und Ehefrau Barbara Falkenstein das Wohnhäuschen, das sie mit ihrem verstorbenen Ehemann erworben hat und in dem sie selbst wohnt, gelegen zwischen Michel Tholey und Wendel Scherhammers Wohnhaus, samt ihrem Anteil an der gemeinen Scheuer an der Stadtmauer, die sie gemeinsam besitzt mit Franz Kockler, Wendel Scherrhammer, Nikolaus Heyl, Andreas Borgminger, Johann Heyl (das Teil jedes Eigentümers ist abgeteilt) samt Stallung, Mistplatz, für 582 fl rheinisch plus 11 fl trinckgeld.

 

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Quelle: Landesarchiv Saarbrücken, TR3

 

 

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