Schriftzug
Geschichte(n) -> 1592 Schloß und Burghhauß Zue Sanct Wendel mit wagZeit Dienst BeZirck

Landeshauptarchiv Koblenz
1C7524 St. Wendel 1592


(1)
Schloß und Burghhauß Zue
Sanct Wendel mit wagZeit Dienst
BeZirck

Das Schloß und Burghauß Zu St. Wendel Jn der Statt
Ist alleinigh Und Vnmittels mit allen ein= Und Umb=
gebauwe auch Hoch oder mittel minder frey = Recht
Und gerechtigkeit, sambst nachfolgenden appertinentis
ein= Und Zugehördes mit Vurhoiff ein- und ansonsten
Wassergräben und Rechen Hochwürdigsten Unserem
Gnädigsten Churfürsten und Herrn Zu Trier sambt Herz
Churfürstlich Gd. Erzstift, aygenthümblich zustenden
deßo frey heit Zu der Statt Zue, sich biß uff den
hohen Rech des untersten Schloßgrabens erstreckt
Nemblich von dem Understen Gebmanns oder nhunmer
Jacob Bilthauwers Hauß ahn dem Weg, Wie die Zwwerg
maur Uffem graben ahn dem Weg ___sbar ahn___
gehet, anfahrend, Uff dem graben ahn fuß Pfaadt
heruffer bitz ahn Schmitts Marteins Garten.

Darunder Zwischen dem graben Vur
dem Wegh ahn Weg liegt eine Platz, die ein Hauß __
Kellner Jm Schloß gleich anders assament gueter
selbsten gebrauchen, oder verleyhen mögen, die das
Jetzmals zu einem garten gezüchtet, Uns Barth Huth-
machers Und Peters Huthmachers Vur 5 alb. JahrZins
so langen es die Herrschaft und Jme beständer gefällt
Verliehen worden. Forters gehet die Burgh
freyheit neben Schmitt Marteins garten hinuff
ahn die Schloßgaß uff dem höchsten ahn der gaße.
Jenen bei (?) dem (?) eusersten Schloßthore ahn der brücke-

(1v)
Von dem eusersten Thor hinab, biß ahn das Klocken
Hauß darZwischen ahm Rech under Zue etliche Obts=
beume stehen So auch alleinigh Zum Schloß gehören.
Die beide Zwerchmauren So Vom Klockenhaus
und vor Jacob Bilthauwers Hauß Zum
graben, wieder die Schloßmauren gehen Seindt die
Bürger der Statt St. Wendel zu bauwen und
handthaben schuldigh.

Außwendigh der Statt hinder dem Schloß Under
dem Klocken hauß neben dem Stattgraben, hatt das Schloß St. Wendel
Seinen Baumbgarten, Undt forters einen eingeZäunten
Grab und Graßgarten der sich forter Ziehet Zum
Brüel Zue. Noch ausserhalb des Baumgar-
tens Zauns Zu der underster Statt Thor Zu Zwischen
dem Wegh so Zu den Brüel heüsern  auß dem Baumb
garten geht und dem Wassergraben hat eine lediche
Platz Voller steingriß gelegen, So vormahlen
und bei menschens gedechtnus nit auffgerißen gewesen.
Ist diese Jahr durch Jacoben Schaürel Bürgeren Jn der
Statt Uffgerißen Und etliche Jahr lang angelegten
möhr wegen Vergeblich Zugelassen Weil es ein
Kelner pro assumento Zugebrauchen, Magh ers selbsten
geniessen, oder Verleyhen, wie Ime gefellt.

Der Brüel oder Wiessengrundt hinder dem Schloß
Jn maßen er außgesteint und gemärckt sambt
eines stück Jm Weyer nechst ober dem Damme
Und dan noch ein stück baß hinauf Zwischen
Rohen wendels acker (?), Und der Kirchen gelegen, So


(2)
auch ahn der Dellung, Welches alles zu einer seithen
ahn die Bosenbach stoset, ist hochstgemeltem Unserem
Gnedigsten Churf. Und Herrn Zum Schloß St. Wendel
zustendigh Welcher wiesen grundt Jahrlich Ver-
rechnet wird undt erträgt UngePhar ahn häwe 72
oder 8 frons wägen, mehr und Wenig /

Under dem Wayer damme Jenseits der Bosenbach
hatt ein felt gelegen, Welches ein Rüben-
acker gewesen, denselbe ein Kelner pro assumento
gleich anders günter genießet, ist nuhnmer auch Zur
Wiesen gemacht, gibt ungePhar anderthalb wagen
gars.

Jn bgmalen gantzen Brüel und Wiesengrundt hat
ein Kelner nachden daß Hew außgefürt, des
gromaths Und darnach auch der Wayden, Ungehin-
dert menninglichs, biß Zu St. Wendels tagh Zu
geniessen Und dar Zwischen darin zu Pfenden
Und wirt von Jedem stück grobes Wegs Von alters
jede 18 pfenningh gehoben Und deßalb dem Haußgesindt
damit sie bei Tag und nacht fleisisch zu seyn Und
uffachtungh habe, Zugelassen.

Die Heüser Gromath Und Garten Platzen Zue Brüel
biß ahn das Waßer hinder dens Werkheüsern, Seindt
alle Unserm Gnedigsten Churf. und Herrn Grundt
Zinßbar Wie hernach Weitleüffich Specificiret
wirt.

(2v)
Schloß Müelwerck
Neben dem Brüel Jenseits Wassers under Nieder=
weiler hatt das Schloß St. Wendel ein Müelwerck
Von Zweyen gengen, diese Müel erträgt
Jarlichs plus minus 14 mlr, Nemblich 8 mlr
Korn Und 8 mlr habern (lauth Jar-Rechnung) Ist vur etlich Zeiten
der Kirchen St. Wendel zustendig gewesen. So die
Bürger mit 5 mlr der Kirchen VerPachtet
Nachmals Anno 1592 hatt der Hochwürdigste
mein Gnädigster Churf und Herr
sich erbtauschsweiß mit
der Kirchen und Bürgerschafft Verglichen und nun die
Altzfaßer Müel So Jrer Chur. Gd. Zugestanden
dargegen erblich eingeräumbt, Welche die Bürger von der Kirchen
Ums gewissen Pacht Erblich Jnhabe.

Hinder obgemelter Niederweiler oder Schloß Müeln
ligen drey kleiner Gärten stück,mit Zweyen
oder dreyen obtsbäumen, so auch zu der Müelen
gehoeren.


(3)
Volgen hernach die andere eygen-
thümbliche erbgueter Zum Schloß
St. Wendel gehorigh

Wiesen Breßbach
Item Beneben obgesagten Bruel, habe
Jre Churf. Gd. so der Breßbach Under
dem Weyer habe ein große Weiß floist bitz herunder eines
theils ahn die phort, Under der Walck=
müelen, andertheils
under der löemüelen Uff besondere ge-
märck, ist Rings herumber mit aych
und andersten außgemarckt Diese Weiß
erträgt ungephar 10 froen wagen häwes
dieselbe mit dem Brüel zusammen bezeichnet
lauth ahn fren farth ungePhar                  53

In dieser wiesen wirth kein Gromath
gemacht, Sintemal es saur und Nass
gewächß, der Wayden hatt man auch
nit besonderlich nach dem das Häw
außgefürt Zugenießen. Diese beiden
Bruel und Breßbacher Wiesen hauwachs
wirt auch mit Kelner Jarlichs Verrechnet.

Bey Anthony Schleiffmüelen Under Nie-
derweiler hinab Jenseits der bach
Item Zwischen der bach uffm
Werth, Jtem hieseits der bach
ligen Wiesenstuek Zum Schloss ge-
hörigh, Welche sonderliche Jenseits


(3v)
Wiesen
Jm Bach, fruchtfelder gewesen, die
ahn hew UngePhar 2 wagen thun.
Das grost stück Jenseits der bach
liget Zum dritten Jahr Zu Brachfelt.
Alß dan es keinen Haw gibtt, sonsten
die andere Zwey stück geben alle
Jar Haw, Und liegen nicht Jn Brachfelt
diese stueke gebraucht einen Kelner pro
assumentis Unverrechnet.


Bei Urwiler Muelen Zwischen
den Bächen, hatts vur Zeiten felder
gehat. Daselbst ein Stück ligt So
Zum Schloß gehört, Uff einer seithen
ist _ermg_ößer Zur Muelen Zue, Martin
Brand, Bürger Zu St. Wendel, Uff
der ander seithen Johann Dham Jetzig
Zeit Kelner, So er ahn des Schlabatz
erben verkauffet. Thut Irer Churf.
G. Stück nhunmer Zu Wiessen
gemacht UngePhar einen gueten wagen
Häws, Ist außgesteint.

Diß Wiesen stück, mit anderen dahe=
rumber haben Zum dritten Jahr Unge-
nutzt zu Brachfelt gelegen, So ist daß
1598 Jahr Verringt Zum dritten Jahr
auch des Haws und alle Jahr des Gro-
maths bitz ad Nativitatis Mariae b_de


(4)
Wiesen
nießen, Vur Welche Verwilligung die
Bürgerschafft Von Jedem Wagen Haws
10 guldeen gnommen, Also eben meßigh
wegen Irer Chur. g. 10 f. Vur diese
Weiß außgeben Worden. Die man
Zum dritten Jahr auch mehen, Und
alle Jar Zur Gromath benutzen magh
Weil es Vur dieser Zeit ein felt ge=
wesen, So hat ein Kelner sie wie
andere assument gueter Unuerrech=
net zugemessen.

Ahm Urwiler Wegh hinder der Kirch=
borner Achten ligt ein eingehäget dürres
Gromath stück, So auch Zum Schloß St. Wendel
gehörigh, Von UngePhar einem Wagen
Haws. Darin
man Zur Wayden Zugenießen, Wirt
durch ein Kelner mit andern assumenten
gerten (?) benutzet, Sintemal es Zu
der Reichborner achtenfeld gehörigh.


(4v)
Ackerfelder Zum
Schloß gehörigh
Eine acht ligt nechst Vur der Oberst
Pforten welche forn Zue Urweiler ahn die
Wegh stoest, Und außge-
häget, hinden Zue ist die an wendt
Versteineth, einhelt UngePhar                  12 morgen.

Jn die Zweite acht ligt auch vur
der Oberster Pforten Oberhalb
dem Reichborn ist rings herumber
außgehägt, einhelt ungePhar                    9 morgen.

Die dritte acht ligt hinder dem
Sauren Baum, hatt auch Jenen auß=
geZeichneten Augenschein, Einhelt
Ungephar                                             10. morgen


Vur Wild___ Busch
Altlandt p.

Item hinder Breßbacher wiese ligt ein besitz und
ein felt ____
nhunmehr wirtt (__sheil 8
morgen Ungepher) Jarlichs be=
fruchtet (?) <s>Und thut UngePhar                8 morgen
Hinder demselben hatts noch Rodt=
stüeck, Welches alles mit aych=
bäumen außgemerkt. Wirt Järlichs
</s>verh__ und endtleger heit halber Verlehnt. _
diese obg. Achten Und feld, hat ein
Kelner laut Bestallung pro assumento
Zugenießen.

Hinter demselben <s>hat es noch einen</s> Rodtbusch Zu UngePhar 12
morgen so zu 15_5 es gez einmal bef__ichen wird, (???)


(5)
Scheffenweistumb des
Hochgerichts Zu St: Wendel
So durch Scheffen, Vier Häu=
mayer Und gantzen Heur=
rath alle Jahrs Zu St. Wendel
Vur (____________________
nebst den ________) Kelner, Scholteßen, alß
Obrigkeit wegen gewiesen
Wirt.

Item hebt ann Unnßer Hochgericht ann Büdtmanns
eich dem gemärken nach auf die wüst Ecge
 
Von der wüstenn Ergk denn gemarcken nach Zwischen
meins gnedigsten Herren hohen Und der Roet-
sammer böch, da stehet ein stein.

Vonn dem stein ann eich deme gemärken nach biß
wiederumb Zwischen meins Genedigsten Herrn
böch Unnd der Turdtsammer bösch stehet auch ein stein.

Vonn dem stein ann denn gemarken nach Zwischen
Brambeckenboesch Und der Rüdsammerboesch Jnn
die Lach da stehet ein stein.

Von dem
stein die Lach Jnnen denn gemarkenn
nach Zwischen deß Schulchei dem (Schlabatz, nhunmer
Johann Dhamen) busch Und
der Ruetsammer busch da stehet ein stein ann dem
Ortt.

Vonn dem stein Uber die straß da steht ein stein
ann dem Schaidt,




(5v)
Vonn dem stein an dem schait Innen biß in die
Kulbach, da stehet ein geloehe eich

Von dem Kaelbach Uff Jene Zwischen Niclasen
Simonns busch Und der Lüngswiller Busch an
dem boern da steht ein stein.

Von dem stein ann eichenn eichenn Und gemarken nach
Zwischen dem Spietal feld Und der Lingswiller
feld ann dem ort steht ein stein

Vonn dem steinn an biß uff hessers feld
da stehet ein stein.

Vonn dem stein ann denn gemarken nach
Zwischen Adam Becker erbe Und die Lings-
willer felder, stehet ein stein.

Vonn denn stein Über Honndtboesch Innnenn der
gemarken nach Zwischen der Brandtbecken
boesch Undt der Linxweiler boesch, Uffs Höchst,
da stehet ein stein

Von demselben stein ahn eichen und gemarcken
nach, biß ahn seylers Creütz.

Von dem Creütz ann denn gemarcken nach,
Uber die Bließ, biß in die Ließ Wieß, da stehett
ein stein

Von dem stein ann Eichenn dem gemarcken
nach bitz Jann in gorrenn Weltgen, da steht ein stein



(6)
Von dem Stein denn gemärcken nach biß in die strass,
damanns nennth im Streith, da stehet ein stein
Vonn dem Stein ann eichen Und gemarcken Innenn
ann denn weyergenn Uber bies auff das Höchst,
da stehet einn stein.

Von dem Stein ann eichen Und gemarcken nach
biß in den untersten boppenborn (???),
Von dem bornn denn gemärcken nach, biß auff
daß Höchst, alß man gehet in die Wutzelbach,
da steht ein stein

Von dem Stein die bach Innen denn gemärcken nach
biß ann die Underst furth, da steht ein stainn
am Kirchenboesch am orth

Von dem stein ann die Wutzelbach außen, denn
gemarcken nach biß ann die Oberst furth, da
steht ein stein.

Von dem stein um den gemärcken nach bis in
die Birkenn da stehet ein stein.

Von dem stein ann den gemärcken nach uff
floßgarthner heydt da steht ein stein,

Von dem stein den gemärken nach biß ann
Harßbaums Regh
Von Harßbaums Regh denn gemarcken nach biß an
denn hagenndornn, da stehet ein stein.


(6v)
Von dem stein ann denn gemarcken nach denn Graben
herein biß ann die Straß, da stehet ein stein

Von dem stein ann den Graben herinn inn dem
Oberstenn Weyer inn die Winterbach.

Von der Winterbach durch die weyer Jnnen
biß in Linnenbornn.

Von Linen bornn Zwischen der Amthaben hin
auß, den gemarcken nach, biß in die Straß,
die da Zeit Vor Hatten weldgen herin.

Die Straß herin bieß in den Rodenstein.

Von dem Rodensteinn ann den gemarckenn nach ann daß buchen Reiß.
Von dem buchen Reiß die straß Innen biß In Seitzenthal.
Von Seitzen dhal hierin biß in die Bließ,
die bließ herein biß in Edelmanß Floeß,
Das Floeß heruff biß gegen Kamberg in den osten,

Der vonn Hoffelt und Maubach
Weißthumb

Vonn dem Ofenn Zwischen Kamperger
Acker Undt WalleßWeiller äcker Uff
der Amtheidenn auß bis inn die Ren
straß,



(7)
Die Renstras außenn biß in denn Grawen dorrn
Von dem Graendorn bieß Jnn Sagßbaum.
Von dem Baum biß in die Dagslöcher.
Von den Dagslöcheren, eichenn undt gemarcken
nach, bieß inn denn Endten Pfuell
Von dem Endten Pfuel, dem gemarcken nach
biß in Langendhal
Von dem Langendhal herin eichen und gemarcken
nach bieß in daß floß, daß kombt auß dem Mosen-
bruch
Von dem fluß herin, bieß in Gebertsfloß
Von Geberts floeß, biß in die Huwelbach
Die Maurelbach hinnauß, durch die Mörchwieß
biß ahn kappes bruel
Auß Kappes bruel die Straß auß, biß ann Mergen
dhal ahn daß Creutz
Von dem Creutz hinauff Uff Kremell inn
denn Stein hauffen
Von dem steinhauffen hinein bieß inn
die Müllenbach
Die Müllenbach hinauff bieß an Hergenn
dall ann denn Trauffenn


(7v)
Den Trauff hinauß, den Regen nach biß unter
den stein
Von dem stein herin beim Hilchennbornn (Holgenborn)
Vonn Hilchenbornß floeß herin, biß in die Spitzbach
Die Spitzbach herin biß In die Lustenheußer bach
Lustenheußer bach herin, biß in die Drenck furth,
da hat ein stein gestanden, ist Vergangen
Uff Drennckfurth die straß außen, biß uff daß steinen
Creutz. Da laßenß die Von Hoffelt, undt
Maußchbach, und gebenß denen Von Reitscheidt.
Fangenn die von Reitscheit, ahn dem steinen Creutz
ahn, Undt fahren Eichen undt gemarcken
nach über denn Etzelberg, denn gemarcken
nach biß uff forttel, da hat ein stein gestanden,
ist Vergangen.
Von dem Stein biß inn Welmeß floeß
Daß floeß hinein biß gehn Ratzwiller
Die Bach heruff durch GeWiller
biß Inns Dorff
Von dem dorff heruff biß in die Buel.
Von dem buel heruff, biß in daß Birttelß floeß
Daß floeß hinauff biß in den Birttelß born
Von dem bornn herauff biß in den Steinhauff

(8)
Von dem steinhauff herauß, biß uff den Rießbergh
Von dem Rießbergh uber, Zwischen Hanheußer Und
Reitscheiter äcker, furtter uber Inn biß in
die Hanheuserbach,
Die bach uff biß gehn Reitscheidt ahn den Steegh.
Von dem Steegh außen, biß in die Creutz Wieß.
Die Creutz Wieß hinauß, biß in die Lenng grabe,
Die Lenng grabe, den gemarcken nach, Undenn
ahn Hermanß Wiese ahn den stein.
Von dem Stein heruß den Horücke nach biß ahn
die Eich uff dem Horück.
Dem Horüche nach biß in die Schießbach.
Von d. Schießbach heruff, biß uff den halben clopff.
Von dem halben clopff, biß in den Waidenborn
Von dem Weidenborn herauß, Zwischen der
Von Lebenstein ahn die Reinstraßen,
Die Reinstraße                                      
herin ahn daß Buchen Rieß
Von dem Rieß, biß in die Schelle grube,
Von d. grueben ahn den Langenstein,





(8v)
Da laßens die von Reitscheit,
gebens dennen von Urwiller.

Von dem Langen stein, den gemarcken
nach, biß uff Birck, da stehet ein stein.
Von dem stein den gemarcken
nach biß uff Keiffenthal (?), da stehet ein stein.
Von dem stein den gemarcken
nach biß ahn den Jungen Walt, stehet ein stein ahn dem Trauff,
Von dem Trauff herin den gemarcken nach
biß ahn Burtmanß Eich da es angefangen hat.


(9)
Waldt Willrung, Bösch
Item ligt hirseits der Dieffenn
bach ein Wald gnant der Jungh
Waldt, ist Von Buchen gehültz, Und
allein meinem Gnedigsten Churfürst.
Und Hern Zustendigh, der auch auß=
gemärckt ist (und hinden abr ahn
des Pliek Zu Lichten-
berg Waldt stoset)   Wan dieser


(9)
Waldt äcker hatt, Wirt er endt=
Weder der Burgerschafft oder der Gemeinde
Urwiler Um gewiß gelt Verlehnt,
Nemblich UngePhar 8 oder 10 gulden
plus minus.

Auß diesem Waldt hatt sich das
Schloß St: Wendel Zu behöltzen mit
Brandtholtz, Und woeZu man es sonsten gebrauchen
                                                                          Weilt.

Dieser Walt ligt nicht Jnn Wandalisch, sonder Jm Warsber-
gischen und Hönelsteinischen
Hochgericht aber es ist wegen Jrer
Churf. G. durch Wendalische Kelnern
Und befelchaber Uff WiltPrath darin
gejagt Worden.

Auch in Anno p J598 hat der Hönelsteinisch und Warßbergisch
Scholtes Zu Leutersweil Leinen Nickel
einen Beyen darin mit abhauwungh
eines baums außgenommen, Undd Zu sich gehn Leuterswiller
getragen, demselben Ich Johann Dham
Im Zeit Kelner durch den Kellerey Botten
Hans Schneider Zu Urwiler Zurück för-
dern laßen, mit meldungh daß der Empfangh (?)
Irer Churf. G: Von alters hero Zustendigh
(Vur dann auch Zu alter
Zeit mehr, die beyen
alß durch Wendalische
Kelner außgenommen
worden)
daruff er Scholtes u Kelner mit dem Honigh Und Raffen (?) Restituirdt.

(9v)
Walt, Wildrungh, Und
Rodtbusch Amb St.
Wendel

Hinden ahn dem Jungen Waldt (ober dem Dieffenbach) Ligt ein
Rodtbusch darinnen man UngePhar 10 morgen
<s>korn haber magen, Wirt vur _ morgen
geschetzt, Und </s>wirt über 15 oder 16 Jar einmal
gerodt und befreuchtet, Ligt nicht
auf der Wandalisch Hocheit Sondern
auf Honelstein Und Warßburgh hocheit

Die Zweybrückischen wegen des Closters
Woerreßwil (oder die Schmitsperg (?)) haben sich woll Understanden
den Zehenden heruff abZunemen, was es
befreuchtet gewesen, aber die Wenda=
lische Befelchaber <s>haben den Zehenden</s> denselben alle Jahr erhalten
Zu sich genommen, Und sich briposs__ig (???)
gehandhabtt.

Itz recht Under dem Jungen Waldtt
Ligt ein Junges eychen Wältgen
Welches Cupffer messisch holtz hatt
so vur Wenigh Jahrs durch die Kelner
Zu St. Wendel Uffgehägt, ist
Irer Churf. G. Zustendigsch Und Jm Warßbergischen
und Hönelsteinischen
Hochgericht auch gelegen
stoest forn Zu ahn das Wendalisch
Hochgericht ahn, einhatt UngePhar           7 morgen



(10)
Wälde Wildrungh, Und Rodt=
Büsch

Jtz noch ein Junges ange_iltes stück, eychen=
Waldts nechst hinder Eychbesch, So
durch Mich Johannes Dhame, Zur
Zeit Kelner aufgepflantzet worden,
einhelt UngePhar 9 morgen, Ligt
Jm Wendalisch Hochgericht.

Jtem nechst hirseits demselben Zum Wend. ligt ein
Rodtbusch wo Ungephar 7 morgen, Wirt Jn 15 oder 16 Jaren
einmal befreuchtet

Item danach das Wältgen gnant Eychbesch
so ahm nechsten oberhalb der Statt
Vur Und hirseits Vurgeschriebenen Rodtbesch
<s>Wälden</s> gelegen, darin nhunmer
_liches dirnliches eychenbawholtz zu finden
ist aber <s>Kurtz Und__liche bawgehultz</s>
einhelt UngePhar 10 oder 12 morgen.

Item ahn hünlingh ober d funde haben Ire Churf.
G. einen Rodtbusch, Worin vur
<s>UngePhar 5 malter frucht sehen
kan</s>, Vur UngePhar 20 morgen ist
mit eychbäumen außgemercket
Und Wird Jn 15 oder 16 Jahren einmal
befreuchtet.

It bei dem Schlabatz Waldt, so nhunmer
Hrn Dhamen Zustendigh (Under Beckerhauser
Creutz, da habe
Ire Churf. G. ein
Rodtbesch zwischen Besser
und Derßdorffs befelch)
wo UngePhar 18 morgen
so zu 15 oder 16 Jaren einam befreuchtet Wirdt.



(10v)
Wälde, Wildrung und
Rodtbuchs.
Itz nechst mit der Statt St: Wendel hind
der Obersten Bosenbachs wiese
liegt ein Junger eych Waldt SPriedt
genent, der Zwischen Irer Churf. Gd
Und der Bürgerschaft Zu St: Wendel noch
Jn W__dtscheidenem streit stehet.

Itz hinder dem Walt Spriedt ligt ein
groß Stuek altenlandts Von Ungephar
10 morgen, oder mehr, Wirt Zu Zehen
oder 12 Jars einmal Uffgerissen, dz
darein Kelner wegen Jrer Churf
G. neben anderen aussumentguetern
Vermög. Bestallung Zugeniessen.

(11)
Wayer Zum Schloß
Sanct Wendel gehörigh
Item oberhalb Breßbach wiese ligt
ein Wayer, darin man Unge-
phar fünff oder Sechs hondert setzlingh
fisch, einspeißen kann, Wirt in Zeit
der fischungh Irer Churf. Gd. Ver-
rechnet.

Item der Schloßgraben wird mit ungephar 200 setz-
lingen gespeiset.
Hierneben seindt noch hinder dem
Schloß ahm Brüel neben dem baum-
garten drey behalter gelegen. Die
aber anders nicht alß zu fischbehältern
zu gebrauchen.


(11v)
Statt Sanct
Wendalin
Item die Statt St: Wendalin mit allen
Hoch Oberkeit, Recht Und gerechtig-
keit ist durchauß einem Ertzbischoue
Und Churfürst Zu Trier, sambt desse
Ertzstifft, Zustendigh, Und mit allem
gehörsam underworffen, darinnen Und
darüber kein anderer Landts=
fürst Und superior außerhalb der Kayserlich Magtt
agnegehöret (?) Und erkent wirt.

Huldigungh
Nach absterben eines regierenden Ertzbischofen
und Churfürsten zu Trier, Und erwhe-
lungh eines anderen, Seindt alle bür=
gere ohne Underscheidt schuldigh Und
Verpflicht, demselben erwölten Und
durch das Hochwürdigh DhombCaPitul
Zu Trier praesentirten Ertzbischoff und Churfürsten mit Leiblichem
aydt Und Huldigungh allen Underthe-
nigen gehorsam Zu schweren, Und sich
Underwürffisch Zu machen Wie die
gleich auch nachgeschriebene, Zu deme
Ambt St. Wendel angehörige Dörffer
Verpflicht seindt.

(12)
Statt St: Wendel
Ambtman, Kelner Und Scholteis
In der Statt St. Wendel Und Über
deßo ambts angehörige Dörffer, hatt
Ein Ertzbischoff Und Churfürst Zu Trier
einen ambtmann
Kelner Und Scholteißen an Zu nemmen Und
Zu setzen.

Hochgericht und desso Scheffen
derengleichen hatt ein Ertzbischoff Und
Churfürst Zu Trier ein hochgericht Zu
St. Wendel Und darZu Sieben Hochge-
richts Scheffen, Welche durch einen
Ambtman angenommen, beeidiget Und
bestediget werden, Dieselbe Scheffen
neben dem Hochgerichts Scholteißen
seindt Urtheil Sprechen Und Richter
über Criminal Und malefitz
sachen, Derengleichen Werden Vur
Jene verhandlet, alle gerichtliche Proceß Und Pfandungs
sachen, auch Keuff, Uffträge, erbungen,
Thäusch Uber freygueter, Und möbel
deregleichen Testamenter, Codicilen,
Vereinigungen Und dispositione, sambt
burgerlichen Und Stattsachen Die=
selbe auch pfand eel gesey maß p
richtigeß Zuhalten Und auß zu theilen
haben p.


(12v)
Statt St. Wendel
Die Hochgerichts Scholtes Und Scheffen
In der Statt St. Wendel haben auch
Hudt Und Wacht ahn pforten, Tormen
Und Stattmauren Zu besetzen, Und
daruff achtungh Zu thun.

Bedell
Bei demselben Stattgericht St. Wendel
hatt man auch eine geschworenen
Bedell der Gerichtsbott, Welcher
durch einen Ambtman auch Scholtes
und Scheffen angenomen
Und Zu ambt Und Gericht sachen gebraucht
wirt.

Schatzungh
Alle bürgern Einwhoner Jn
der Statt, Wie auch des Brüel
vur der Statt, die auch Jn die burg
Zaal gerechnet werden, Seindt Zu
allen Und Jeden Reichs oder Tüerken-
stewern, Cammsteweren, Und deren
gleichen subsidys, wan sie durch die
Landschafft des Ertzstiffts Trier
eingewilliget Werden, Zu Contribuiren
schuldigh Und Werden Jetzmals, diß
                                              J598

(13)
J598 Jars ahn bewhonten Und
unbewhonten gefreyet, Und ungefreyten Geistlichen, adlichen
Burgers, Und sonsten
hat heuser Zusamen 95 steursteth
darin die Heuser Im Bruel mitgerech-
net.


(13v)
oder Jurisdiction des Ambt außerhalb
Jene erbgueter Und Renthen.

Soeterisch Haus

Die Von Soetern, Khüne und Cono (?) Und
Soetern, haben Jn der Statt St.
Wendel, Gegen dem Schloß richt
uber einen HaußbeZirck, (mit etlichen doch Wenigh renten (?)), so Ihr
eygenthumb, ist auch hudt, wacht
gefrayet, Sontag sie keine be-
sondere frayheit Gebott
od Verbott Jn der Statt und Ambt
St. Wendel haben.

Klockenhauß
Die Klocken ehe’mer Zolly erben
haben Vur alter Zeit Jn dem Schloß
St. Wendel Jm Vurhoff einen Burgh=
seß gehatt, aber Vur Vielen Jaren
seindt sie Wie auch anderen um her
Burgleuth besehen (?) außgetauscht
Und Jene ds Hauß neben dem Schloß
ahn der Stattmaurendafur geben worden,
desselb sie mit etlichen guetern (vur Mangolt) Von
dem Ertzstifft Trier zu lehen tragen.
Jst auch (ausserhalb des Vorgebäws) Bürgerlich beschwerde


(14)
gefrayet, aber mit schatzungen Reichs
Und Landt steuren, bitz hiehero Unge-
frayet gehalten Worden. Der obgd.
Vurbaw dieses Hauß ist der Statt
mit Leggelt Zugethan.

Schlabatzen Hauß
Die Schlabatzen erben haben von denen
Stueber ein Hauß erkaufft so ahm
Marckt neben dem Statthauß gelegen
Welches auch ein Lehen Von dem Ertz-
stifft Trier und Hudt und Wacht
sambt bürgerlich seruituten gefreyet
aber Jns schatzungs und landte
hülfflichen sachen gleich anderen Ver-
bunden.


(14v)
Statt St. Wendel
Bothumb Zins
Die Häuser fast mherentheils Jn
der Statt St: Wendel geben Ire
Churf. Gd. Grundt oder Bothumb=
Zinßgelt so man auch Brictygelt
nennet, Weil es Uff St= Bricty
tagh gehoben wirt, Welches eine
Veraenderliche Staurendt ist, Wie
das die Heuser hernach In specie Ver-
Zeichnet werden.

Rauchaber
Jn der Statt St. Wendel gibt man
Von etlichen heußern und Platzen
auch Raubaber so eine erbliche
Staurent auch ist, Wie solche her
nach specifiret Werde, Welche
heuser keine Rauchaber geben, Seindt
dargegen Jn krigs Zeiten oder sonsten Uff ahn-
forderungh, Schwägern Und darZu gehö-
rige nottuerf, ohne Zuthu der understen
so Rauchhaber gebe, Zustellen schuldigh


(15)
St. Wendel.
kelnerey oder euserst Gründt=
Gericht.

Item Zu St. Wendel hatt Ein Ertz=
bischoff und Churfürst Zu Trier p Zu Iren
Churf. G. Schloß und Kelnerey da=
selbst ein Grundtgericht Nemblich
Ein Scholteßen VierZehen Scheffen
Und einen Büttel, Welche (Jn Und ausserhalb der Statt ahn Verschiedener Zeiten gesessen, Undt) über
der Kelnerey dienst=Schafftgültige
Und Zinßbare gueter, Wiesen und
aeckerer, die auch vur Zins, Uff-
getragen, geerbt, Und Verhandlet
worden. Derengleichen auch vur die-
sen Bericht anderer Hern gueter
die kein besonder Gericht oder Hoiff
haben, Und Im Ambt St. Wendel
gelegen, Uffgetragen und Verhan-
delt werden, Doch was Kirchen
gueter seindt, darüber hatt die
Kirch besonder Scholtes und Scheffen
derengleichen Vur die freygueter habe die Statt Scheffen Jed__ handelen

Diß euserst Grundtgericht hat hir=
beyen (?) In Criminal sachen,
beneben des Hochgerichts Scheffen mit
Zu erkennen gehat, Aber des grosen
Kostens Wegen, ist sulcher Last allein
den Hochgerichts Scheffen Jn der statt
Und Wenigen Jars Uffgestelt worden
Wan auch noch Jetzt, Und künfftigh das
Jahr weisthumb Zuhalten, haben diese
Grundtscheffen beneben den Hochgerichts
Stattscheffen und den Vier Ambth__ eynen
Zuerkennen, Und uff des Hochgerichts


(15v)
GrundScheffen Zu St. Wendel
Bemerck Zeichen Und BeZirck achtungh
Zu nehmen, Damit es gehandthabtt
Werde.
Die obgemelte euserster Scholte und
Scheffen, seindt auch schuldigh, auff
alle der Kelnerey Schafft, Zinß, Grundt
guethern, fronen dienst, Recht Und
gerechtigkeit,, sambt den Hauß gue-
tern guet auffsehens Zutragen, Was
abgengigh, Verlustigh, oder mangel-
haft wrid, bei ayden Und Pflichten
einem Kelner anZuZeigen, Und Ime
besser Zu helfen.

Diesen obgemelten Grundscheffen
Wirt Jarlichs wegen Ihren Churf G.
durch deroselbe Kelner geuolgt 1 R 6 albb
So Ir außgabe des Kelners Ver-
rechnet wirt.


(16)
Kirch St: Wendel
Und dero Grundscheffen

Die Kirch Sti Wendalini, hatt auch
einen Besonderen Scholtes Und Scheffen
Welche Uber die Kirchen Schafft Und
Zinßbare gueter Zu
erkennen     Vur denen auch die Kirchen
gueter Wan sie Verkaufft, Uffgetragen
geliebert Und sonsten Uebergeben
werden Zu verhandeln.

Rathauß
Das Rathauß neben der Kirchen ist
der Kirch auß Irer Fabric Zu erhalten
und Zu bauwen schuldigh   Darin auch
die Kirch das Standgelt Uff Jahr
Märkten Zu heben.    Doch die groß Stub
Uff dem Rathauß, sambt dem Wagh
Heußlein Unden Jm Rathauß haben.
Die Bürgere Zu Irer notturft Zu
von  alters hero Zugebrauchen Was
auch die Wegh Jarlichs mit außwhägen
erträgt, gebürt den Bürgern allein.

Brücken
Die baide Langh Und kurtze Brücken
vur der Underster Pfort ist die Kirch
Zu bauwen Und handthabe
Und ds PfarVolck die froen
(Vermitz gebürlich Kostens)
Zu thun schuldigh ist
vermögh Weisthumbs.

(16v)
Hospital
Jn der Statt St. Wendel hatt man
auch ein HoSPitall Vur die armen
Vegen der alten Capeln herüber
darZu auch besondere erbgueter= Und
Renthen, Welchs durch Iren
Hospitalmeister Versehen Und Jar=
lichs daruber der Burgerschafft Rech=
nungh gethan wirt.

(17)
Niederwiler bei St.
Wendel
Dieses Doffgen Niederweiler So
dißmals ahn die Sieben feursteth
einhalt, gehört in Breyter Und
Altzfaßer Gemeinde                       7 feur steth

Sonsten mit Schatzung, Huldigung,
Vogh Reiß Gebott Verbott Hoch
Und Obrigkeit ists Zum ambtt
Und Hochgericht St. Wendel ein=
gehörigh

(17v)
Brayten Altzfassen
Diese beide Dörffer Ligen nechst bei der
Statt St. Wendel Und stoeßen fast
Zusamen, Gehören Unmittels In
das Wendalisch Ambt Und Hochgericht
mit Obrigkeit, Schatzungh, Volgh, Reiß
Huldigungh p Deren Einwohner
seints diß mals Zusamen       20
Welche mehrentheils Uff Ihrer Churf.
G. grundt und bodhumb sitzen
(außgescheiden johan
Wiebers Und Heintzenbauers
heiser zu Braiten so hind
der Kirch, Frantz lau=
wers Und Schor Thomas
haus so hinder dr Klocken
stehen, doch alle welche
gueter besitzen, Sie seie gesesse hind wenen sie wollen zu freund schu oders feind) Und
auch Zu der Kelnerey froen Und
dienstbarkeit Verbunden sein.

In diesen obgemelten Dorffern So
eine gemein Und einen Waidt
gangh halten ist keiner leibeigener
Man.

(18)
Urwiler oder von alters
Oberwiler.
Dieß dorff hatt sein besonders Weidt-
gangh, liegt auch nechst Ober der
Statt, Einhelt ahn feurstett           18
Ist mit schatzung, Steuren, auch
Huldigungh, Oberkeit, Volgh, Reiß
Zum Hochgericht St. Wendel Un-
mittels gehörigh     Die Under-
thane So darin Whonen, seindt
Meinem Gnedigsten Churfürsten Und
Herrn mit froen dienst Rendt
gult fast alle Unterworffen, doch
ist keiner Leibeigen, deren heuser
Zwey nemblich Hans wagners und Hessen Jacobs
hans Stefen uff der Kirchen St. Wendel grundt=
gerechtigkeit gleichwol
wegen Jnhabend gueter
Zu stra_nuscche wegh seindt
der ubrige
Uff Irer Churf.
G. grundt
sitzen

Johan Von Cuemel (?) hatt etliche Zinß Zu
Urwiler gehatt, die man Ott Homburgs
hueb nennet ist ein Verfallen Manlehn
Nhunmehr meinem Gnedigsten Herrn Zu
der Kellerey St. Wendel Zustendigh
Wie das dieselbe Zinß hernach besser
specificiert wird.

(18v)
Balterswil
Daß dorff Balterßwil ist mit Hoch
Obrigkeit Schatzung, Volg, Reiß, Hul-
digungh, Meinem gnedigsten Chur-
fürsten Und Herrn Underworffen Und
Ins Hochgericht St. Wendel gehörigh
welche auch alle hinder Irer Churf
G. mit froen Und Dienstbarkeit
geseßen, doch nicht leibeigen seindt
Einhelt ahn Underthanen                         8

(19)
Forßwiler Und der Hoeff
Zue Born.

Das Forßwiler Dorff einhelt ahn
feurstetten 8. Und der Hoeff
Born so recht Under Forßwiler
gelegen Zwöe feurstetth thut                  8
Diese beide gehoeren Unmittels Jn
das Hochgericht St. Wendel mit
schatzung, Steuern, Volgh, Reisen Irem
gehorsamb,
derengleichen (daselbst nemblich
des weißkerbers erbe
threine wendels erbe
und weber hanse erbe
und dann die Zween Hoff-
männer Zu Born) nemlich so der Kalen Wyr (?) alle
froen Und Dienst Zu leisten schuldig,
doch keiner der Kelnerey leibeigen ist.

Volgen hernach Welche Zu Schloß
St. W. Zu froenen schuldigh
Hans Weißkerbers erbe
Threins Wendels erbe
Krieber hanse erbe

diese heuser stehen uff Wendalisch
kirch grundt, aber iro Jnhabers guetern
Zum Schloß zu froene schuldigh
seindt

Pfuel Jacob => Lemberg grundth
Kruxe Matthias
Puel hansen haus ligt uff gemein
gueth, so halb uUff zu Schloß St: W:
und halb uff Lemberth gehört
=> diese seindt Weegen des
Gemeinen guets Zu Forß-
wiler, benant liche froenen
wie hernach bei frenge-
rechtigkeit gemelt, schuldigh

Born Jacob
Born Henrich
=> sitzen Uff Wendalischem Kelnerey grundt
und seindt dahin mit froenen
Verbunden

Hans Veltz sitzt uff kirchen gueth hat Jetz=
mals keine Dienstgueter.


(19v)
Mauschbach
Diß dorff gehört auch In das Ambt
Und hochgericht St. Wendel, mit
Gebots und Verbott, Huldigungh
Schatzung, Steuern, Volgh, Reiß,
Den Underthenan dahin seindt Unge=
Phar                                                    6
Seindt Einbunden Melchiors und Philipp Und R__=
(Chein Zustendigh ge=
wesen nunmehr aber hind_)
Und sitzen hinder der Kirchen St:
Wendel sesshaft. Deroselben Jetzmals
keine Jn die Kelnerey St. Wendel
froenet, Was sie aber gueter
so Schafft gultisch Und Dienstbar
besitzen wurden, War Zu froen
schuldigh



(20)
Hochfelt
Diß dorff Hochfelt So Unden ahn
Lembergh gelegen, gehört Jn das
ambt Und Hochgericht St: Wendel
mit Obrigkeit, Huldigungh, Schatzungh
Land Und Türkensteur, Volgh
Reiß Uffnharungh.
Der Underthanen Jn diesem dorff
seindt UngePhar                                    10
Sitzen alle Uff (<s>Nemblich ahn</s>) Hägischem Grundt

Zu (Jn) ahn Wendalischen kirch leuthen ist einer Leibeigen Nemblich
Theobald Schomach (?), aber ds Haus ist hagisch
So das alle Leibeigen und obgemelten
Herrschafften mit froen und diensten
Zugethan.

Die Vom Hagen (nemblich Jodoeker
Thiel und friederich
nheumer aber Philips
Daniel Von Hagen,
wegen des Heus Zur
Motten) tragen Ire Underthane
mit Standt Und gult Was dem Hertzogen
Von Zweybrücken Wegen des Hauß
Veldentz Zu Lehen, doch gestatt man
Jnen weiter nit, alß Uff fünff schil-
lingh Zu gebiethen Und Zustraffen Uff
Jens schafftguetern, Und Wirt Jeder
schuldigh Uff 6 pfenningh gerechnet,
die Hägische Underthann seindt Jar-
lichs dem Hertzogen Zu Zweybrücken
ahn Rauchhaber gehen Lichtenbergh Zu
liebern schuldigh                                    __

NB. ambtbuchen. Jn Einem frefel Zhettel de Ao J563 bei=
erfindt sich ds der Hoffelder gemeindt 
weegen geweigerter froenen Jns Schloß St.
Wendel gestrafft seindt worden ___          1 rhlr


(20v)
Lewenbergh oder vulga-
riter Lembergh

Das Schloß Lewenbergh oder abusine (?)
Lembergh, ist (mit seine Rent Gelt
und appertinentes) eines Ertzbischofen
Und Churfürstens Zu Trier aygenthumb.
Welches die von Soetern Von dem
Stifft Trier, pfandtweiß einhaben.
Und hatt diß Haus seine Standtgulten
recht und gerechtigkeit Jm Ambt
St. Wendel Und auch Zum Theil Km
Ambt Schauwenburgh, Und Nafelden.

Hauß Lembergs Hocheit
Die Hoch und Obrigkeit dieses Hauß mit
Criminal und Malefitzsachen, auch Hoch-
gebott Verbott, Schlageren, Balge-
rey, Uff und in dem Hauß auch
Fischerey Jagerey Umb das Hauß
gehört in das Ambt Und Hochgericht
St. Wendel Und hatt ein einhaber
des Hauß Lembergh hoher nicht Das wegen Hauß gueter (auch Bricty und gefäll servan (?) Und Dienste)
Uff fünff schillingh oder 30 pfenningh
Zugebiethen Und zu straffen, Ander
straffen gehören Zum Ambt St. Wen-
del. Wie dan auch dieses Hauß
BeZirck, Jn das Wendalisch ambtt
<s>begriffen</s> Und Hochgericht Lauth
Weißthumbs begriffen.


(21)
Lembergh

Diß Haus Lembergh hatt Zue Bliesen
Oberthal Zue Gronich Jmbwiler
Gombweiler Linxwiler Namborn
leibaygne leuth. Die sonsten Jm
Hochgericht Schauwenburgh, quoad
maleficia & criminalia gesessen,
aber Tuerkensteur Landsteur Com=
mißar Zue Krigsnotturfft, Seindt
sie dem Ambt Und Hochgericht St.
Wendel Wegen (?) deß Hauß Lemburgh
Schuldigh, die sie auch allen wegs
gehen St. Wendel , Und auch noch
rörisch (?) gebe. Sonsten Hudt
Und Wacht thun sie gehen Lembergh.

Diese Underthane Seindt auch hirbe=
__en durch Lottringen Zur Contributio
angehalten, aber uff gethane bericht
Und das gleichent Jm Ambt Sarburgh
gegen Lottringen erZeigt werde
hatt man sie erlassen, auch Jene
die pferde durch die Schauwenburgische
ambtleuth abgenomen, auß befelch
der fürst. Durchlauchtigkeit Zu
Lottringen p restituirt worden.
Und also solchero in rohe Plieben
Und seindt dieser Hauß geseß Zu
Gronich                                                3.
Jmbwiler                                               9.
Gombwiler                                            4.
Einwiler                                                1.
Namborn                                              5.

(21v)
Lemberg
Daß Hauß Lembergh einfäll thut
UngePhar ahn Oel                                  27 f
Schaffkorn                                           14 mlr
Von der Muelen                                     14 mlr
Ahn haw UngePhar                                 28 fharen
Ahn RindtVhiegh kann man halten             40 od mehr stück
It hat ermelts haus noch andere Dienstbarkeiten mit
Holtz, Wein, Und fruchtFhuren
auch haußbaw Item auch die Landerey zu beraythen, Und
Jn der weidt, froenen Und Dienst



(22)
Actus Juisdictionates

Ao J579 lauth desse ambtbuchs
folio 15, ist karst hans Zu forßwil
so Schrammen Peteren Uff dem Haus
Lembergh mit einer Pleschen gedroschen
Zu St. Wendel bei dem Ambt gestrafft
worden vur 1 fl

Ao J582 fol: 13 Im Ambt buch
erfindt sich das Spitz Peter Zu hoffelt Umb 3 R
gestrafft wird, Weil er Über mehres wegen
sich mit Redigh WilhelmenVon Soetern Umb
1 hammelt Vertrag gehet.


(22v)
Spixhelden Und Pientz-
Wiler

Die Underthanen dieser beiden Dorff=
ger deren Jetzt Zusamen seindt                5.
Gehoeren Jn das Ambt Und Hochge-
richt St. Wendel mit oberkeit,
Huldigungh, schatzungh, Volgh, Reiß,
Gebott Verbotten.

Daselbst hatt die Kirch 2 leib=
aygene Man – Nemblich Hans Braß
und Hans Baur.

Das Hauß Lembergh hatt daselbst
ahn Leibeigenen manne                           3.
Nemblich Spitz Peter, Walt Michel
Und Silvester Schomerch.

Diese weill sie bey der Kelnerey
St. Wendel keine dienstgueter
besazen, thun Jn die Kelnerey keine
froen Und dienst.

(23)
Gewiler
Diß dorff Gewiler Ligt Ver=
theilt Und wirt durch die Bach so
dardurch fließt baider Chur Und
fürsten Trierische Und Zweybrückische
Hocheit gescheidet Uff Zweibrück=
ischer seithen, Jenseits der Bach
Liget der Mherer Theil ahn heusern,
Uff dieser Trierisch seithen Ligen
Zwey heuser, deren eines Uff Trierisch
das andre Bayllingers grundt=
gerechtigkeit, deren ist eins Zmal
Verfallen, das anders wirt durch
Hirten bewhont, Seindt sonsten
baide heiser Jn Meines Gnedigsten Churf.
Und Herns Zu Trier p. Hoch Und Obrig-
keit des ambts St. Wendel, mit
Schatzungh, Huldigungh, Volgh, Reiß
Und anderen LandtFürstlichen und Hochge-
richtlichen sachen Jehmediats Under=
worffen.

Muelwerck.
Bei diesem dorf Uff Wendalisch Hocheit
haben die Zoeden erben eine Muel Uff gericht
daruon geben sie Jarlichs Irer Churf. G. ahn Gelt  2 R 4 alb.
Korns                                                  1 mlr
Cappen                                                4
Hirneben gibt diese Muel gehen Lembergh
weill sie auff deßelben hauß, grundt, oder schafft
gultigh grunt gebauwet 1 mlr korns, 2 kappen aber kein gelt.

Kirchansen Erben Zu Geweiler geben auch Von
einem Wasserlauff über Trierisch Land Jn die Kellerey   2 alb.


(23v)
Roßbergh
Diß dorff Roßbergh Ligt Unmittels
Im Hochgericht Und ambt St. Wendel
mit Huldigungh, Schatzungh, Landthulff,
Gebott, Verbott, Und Was der hocheit
anhanget. Deren Underthanen seindt         9

Jnnen (?) hatt es Underschiedtliche Leib=
eigen Leuth sitzen, Nemblich:
Schrammen Peter
Schrammen Hans
Kremer Hans
=> Soeterische od.
Hunolsteinische leibeigne

Jnn diesem dorff haben die Von Hunolstein
Von Juncker Johannen Von Soetern her
Renthen Und obgl: Haußgeseß
die Leibeigne seindt.

Stridigers Cathrin
Grimecks fertrich
Schmits hans
der Jungh
=> diese Heuser stehen
hinder der Kirchen St: W:

Schrammen Johann
Backes Jacob
Lorentz Nickel
Scheßlers Hans Zu krogelborn haus
ist ledigh
=> diese heuser stehen
uff des Hans Lem=
bergh grundt.

Seindt aber alle Jns Hochgericht St. W. gehörigh.


(24)
Reitscheit
Dis doff Reitscheit mit superioritet
Obrigkeit, Schatzung, Krigs Und
Landssteuern, Landhulff Ober=
gebott Verbott, Volgh, reißen, Und
auffmhanungen, Seindt dem Ambt
Und Hochgerichts beZwangh St: Wen=
dell Underworffen Darin ahn
feurstetten seindt                                  9

Der Herr Graff Zue Oberstein ist
schafftgültiger Herr, der etliche
Rendthen, auch Leibeigenschafft,
Uff den Underthanen hatt, Wo Zue
Von dem
stifft Trier Zue lehen seinde.

Jn diesem Dorff seindt durch die
ambsleuth Zu St. Wendel Misthe-
dige Unterschiedtlich angegriffen, etliche
exeguiret Die andere sonsten ge=
strafft worden, Wie das alle Criminalische
Hochgerichtliche, Und Ciuilsche straffen
Jn Taglichen röwige Herbringen
seindt.

Volgen die Underthane Und wessen sie Leibeigen

Born Wendel
Backes Hans
Jungh Wendel
Kleis Jacobs Hans
=> diese seindt Obersteinisch Leibeigen

Burgh Peter
Sein Sohn Burgh Wendel
Welsch Nelius
Pi___k Hans
=> diese seindt Beillingers
Leibeigen


(24v)
Rotenbergs oder Gesterbergh
hinder Lembergh

In diesem BeZirck Welcher sonderlich außgemärckt
und der Kirchen zu St. Wendel mit Schafft gulden
Zugehörigh hat sein sonderliches Hueber Weis-
thumb Und Ligt nechst ahn, Und neben Wen-
dalischem Hochgericht gemerck, aber die Landts-
Obrigkeit, dem Ertzstifft Trier Zugehörigh
deshalb auch daruff gleichwoll keine heuser
noch andere bauwe stehen, Wirt durch Kirchen-
Pfleger Zu St: Wendel Versehen.

Higtwiler und Raßwil

Diese baide Dörffger Ligen außerhalb
Wendalischen Hochgericht Weith
Und haben Jene besonderen BeZiz
Undt weisthumb.

Die Leibeygenschaft Jn diesen baiden
Dorffern mit Rendt gulten froen
Und diensten gehöret der Kirchen Zu
St. Wendel Zu derengleichen bitz hirher
die Underthanen daselbst deren ungephar
15 od 16 seint Zur schatzung der Kirchen ftligs geben

NB. Jn ferfel buchlin (?)
Heft p: 67 fol: 4
erfindt sich handtlungh vur
dem ambt St. Wendel be-
sitzer

Historische Forschungen · Roland Geiger · Alsfassener Straße 17 · 66606 St. Wendel · Telefon: 0 68 51 / 31 66
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