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19tes Jahrhundert -> 26.01.1828 Amts- und Intelligenzblatt des Fürstenthums Lichtenberg

Amts- und Intelligenzblatt des Fürstenthums Lichtenberg
St. Wendel, Nr. 2, den 26ten Jänner 1828

Seite 24
Privatanzeige
Daß Unterzeichner seine Mühle, Gekelmühle genannt, bey St. Wendel, mit zwey Mahlgängen und Schneidmühle, alles in gutem Stand, nebst daranliegenden Güther, nemlich fünf Morgen Wiesen und vierzehn Morgen Ackerland, zusammen, oder jedes insbesondere, demnnach die Liebhaber, auf annehmliche Bedingnisse verpachtet oder verkauft, wird hiermit eröffnet.
Das nähere ist bey Herrn Nicklas Demuth in St. Wendel oder auf der Mühle selbst zu vernehmen.
J. Zangerle

Amts- und Intelligenzblatt des Fürstenthums Lichtenberg
Nr. 4 vom 09.02.1828
S. 51-52
Steckbrief - Einbruch in Niederlinxweiler im Wirtshaus Conrad Zimmer
mit Personenbeschreibung des mutm. Einbrechers

63ff
Vergleichungs-Basis für mehrere im Fürstenthum Lichtenberg gangbaren Lokalmaase mit dem gesetzlichen metrischen.

Längenmaaße

1 Fuß

Rheinl. 12teiliges Maaß

0,3138 m

 

1/10 Ruthe

0,375 m

1 Elle

in der Stadt St. Wendel und mehreren Churtrierischen Ortschaften gebräuchlich

0,575 m

1 Ruthe

16 Fuß

4,70 m

 

10 Fuss

3,138 m

1 Fuß

in den ehemals lotharingischen Ortschaften üblich

0,285 m

1 Quadratfuß

St. Wendel

0,08628 qm

1 Quadratruthe

256 qFuß (16 Fuss zur Seite)

22,09 qm oder 0,2209 are

1 Morgen

162 qFuß

36,864 ar oder 0,36864 ha

1 qFuß

eigentlich Nürnberger Maaß

0,0924 qm

1 qRuthe

256 qFuß

23,66 qm

1 Morgen

160 qRuthen

37,856 ar = 0,37856 ha

1 Faß

beim Verkauf des Korns und Hafers in mehreren Orten des Canton St. Wendel üblich (altes trierisches Mass)

27,38 Liter

1 Malter

8 faß

224,4 l

1 Schoppen

St. Wendel beim Weinkauf

0,5 l

1 Maaß

 

2,56 l

1 Ohme

St. Wendel bei geist. Getränken

160 l

1 Pfund

St. Wendel

0,4653 kg


Nr. 6 vom 15.03.1828

S. 83
rechtscandidat Johann Weisgerber aus St. Wendel wird zum Advocatanwalt für das Fürstenthum Lichtenberg ernannt.

Der Bau des Schulsaals in Oberthall wird am Samstag, 22.März 1828, versteigert.

Aufforderung, Bücher aus der Herzogl. Regierungs-Geschäftsbibliothek zurück zu bringen

Notar Hen läßt am 31.03. den Antheil des Jakob Brücher am Bornerhof versteigern.

Notar Hen läßt am 1. April seine Mühle bei Mittelbollenbach versteigern.

Nr. 7 vom 22.03.1828

S. 86
Verordnung, die Auswanderung nach Brasilien betreffend

S. 103ff

Jakob Coblenz, Handelsmann in Ottweiler, liess durch den Huissier Amling zu St. Wendel die Güter von Johann Müller, Strumpfweber in Breiten und Ehefrau Catharina Müller in gerichtlichen Beschlag nehmen.
Dazu zählt das Wohnhaus, zweistöckig, in Breiten an der Dorfstraße.
Präparatorische Versteigerung am 11.04.1828

Nr. 10 vom 19.04.1828
Seite 129
Etablissments=Anzeige. F.Bruch, 15.04.1828

Nr. 11 vom 25.04.1828
Seite 130
Concessionsurkunde für Cetto für ein Steinkohlenbergwerk in Mainzweiler im Distrikt Lochenberg

Seite 136
Die Hebammendistrikte von Alsweiler und Winterbach sind nach der Pensionierung der bisherigen Hebamme Margaretha Leonhard aus Winterbach vereinigt an die Hebamme Maria Staud aus Alsweiler übertragen worden. St. Wendel, 08.04.1828

Nr. 12 vom 10.05.1828

S. 155/6
Bedingungen des Eintritts in das Preußische Gebiet der aus den übrigen deutschen Staaten truppweise ankommenden Auswanderer.

Seite 155
Pfarrer Creins wird Decan für das Fürstenthum Lichtenberg, St. Wendel, 01.05.1828

Nr. 13 vom 24.05.1828
S. 158/9
Auswanderung nach Brasilien: Johannes Färber und Mathias Arenz zu Niedereisenbach wollten ohne Pässe nach Bremen reisen, würden aber von der Großherzoglich-Hessischen Stadt Gießen arretiert und durch die Gendarmerie auf den Schub in ihre Heimath zurückgebracht worden.

Nr. 14 vom 31.05.1828
Auswanderung nach Brasilien

Nr. 16 vom 14.06.1828

S. 214ff
Steckbrief des zhu lebenswieriger Zwangsarbeit wegen Raub- und Mordversuch verurteilte Verbrecher Caspar Nennig aus Mühlfehlt, 29, hat sich nach erhaltener Begnadiung neuer Verbrechen schuldig gemacht und ist aus dem Arresthaus Saarbrücken in der verflossenen Nacht entwichen. Saarbrücken, 31.05.1828.
Signalement

Nr. 18 vom 28.06.1828
Auswanderung nach Brasilien

Nr. 26 vom 27.09.1828
S. 310ff
Preißverleihung am Herzoglichen Lyceum in St. Wendel.

1. Carl Riotte senior von St. Wendel
Julius Brückner aus Gotha, gegenwärtig in St. Wendel
Franz Hallauer aus St. Wendel
2. Johann Simon aus St. Wendel
Franz Anton Hallauer daselbst
Wendel Trost daselbst
3. Carl Raquot von Baumholder
Carl Riotte jr. von St. Wendel

bei der secunda in der 1ten Abtheilung
1. Peter Blum von St. Wendel
2. Linxweiler Joseph von daselbst

Ehrenmeldungen
1. J. Grimm von Cusel
2. Fried. Spener von Sulzbach
3. Carl Schmitz von Baumholder
4. Peter Peters von Hinzerath

Bei der 2ten Abtheilung
Preise
1. Carl Ott von Ottweiler
2. Wendel Beilstein von St. Wendel

Ehrenmeldungen
1. Friedrich Altes aus Cappeln
2. Finkler aus Lockweiler
3. Jakob Jochem aus St. Wendel
4. Carl Demuth von daselbst

Bei der tertia 3ten Abtheilung
Preise
1. Ludwig Amling von St. Wendel
2. Carl Stupp von da.

Ehrenmeldungen
1. Johann Schubmehl aus Roschberg.
2. Carl Psotta senior aus St. Wendel
3. Johann Keller von da
4. Peter Marschall von da

Bei der 2ten Abtheilung
Preise
1. Joseph Blickle von Breidenbach
2. Peter Neumeister aus Mainzweiler

Ehrenmeldungen
Wendel Greif von St. Wendel

Bei der Suptertia
1. Jakob Zahm von Kübelberg
und Joseph Hallauer von St. Wendel
2. Eduard Engel von Dörrenbach
und Franz Besch aus St. Wendel.

Nr. 27 vom 01.11.1828
322
Danksagung an die Bewohner hiesiger Stadt, die beim Brand im Schloß am 23.10. halfen

Nr. 29 vom 29.11.1828
336
Cettos Versteigerung

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1829
Register

Anfertigen von Laternen für die Stadt, wird versteigert 12.02.1829                              38
Conrad, Peter Friedrich Wilhelm, wird prov. Bürgermeister von St. Wendel                    69
Tüncherarbeiten an der Pfarrkirche St. Wendel                                                        80
Sebaldt, Johann Wilhelm wird Regierungsassessor                                                     147
Einladung zum Besuch der Anlagen auf dem Guthesberg                                            161
vor allem für die im verg. Jahr sich gebildete Gesellschaft
Verpachtung des Herrschaftl. Guts Burglichtenberg                                                   187
Falliment des Johann Back von St. Wendel                                                              194
Entlassung Dekan Creins auf eigenen Antrag von der Schul-Inspection des Canton St. Wendel        198
Sauer Philipp wird prov. Inspektor über die kath. Landschulen des Cantons St. Wendel    198
Brücker Carl Ludwig wird prov. Bürgermeister von Bliesen                                         221
Ludwig Bonnet wird Notar zu St. Wendel                                                                 222
Juden, die Patentisirung derselben zum Handel                                                         227
„so sehen wir uns zu bestimmen veranlaßt, daß keinem inländischen Juden Handels=Patente verabreicht werden sollen, ehe und bevor nicht das jährlich zu erneuernde Zeugnis des Gemeinde Raths über redliche und gute Aufführung beigebracht und von demjenigen Friedensgericht attestirt wird, in dessen Bezirk der Handelbetreibende Jude wohnt. St. Wendel, 05.10.1829
Bekanntmachung den Verkauf der Special-Charte des FL betr.                                    257
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die von dem Herrn Forstmeister von Schultes zu Zella entworfene und lithographirte Special=Charte über das Fürstenthum Lichtenberg, bei dem Herrn Revisor Soratroi käuflich zu erhalten ist. St. Wendel, am 3ten November 1829

Steckbrief für den entwichenen Criminalsträfling Jakob Keller aus Bliesen
Signalement:
Namen und Stand, Jakob Keller, Metzger
Alter, 27 Jahre
Wohnort Bliesen
Größe 5 Fuß 3 Zoll
Haare dunkelbraun
Stirn flach
Augenbrauen braun
Augen grau
Nase mittlerer Größe
Mund groß
Bart braun
Kinn rund mit einem Grübchen
Gesicht rundes
Besondere Kennzeichen, Pockennarben im Gesicht, und blöde Augen.
Kleider, bei der Entweichung trug er ein dunkelblaues Wammes, graue leinene Pantalons, Stiefel und Ohrringe

Johann Back wird zu Gefängnis von 1 Monat verurteilt                                               261
„als des einfachen Banqueroute’s schuldig erklärt“, nach Art. 402 des StG verurteilt.



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