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Geschichte(n) -> 1821 Natur=Jagd=Merkwürdigkeiten

Der Fuchs, ein Gänsedieb.

 

Im Winter 1821 bei klarem Mondschein saßen Abends gegen 9 Uhr einer meiner Förster, und der Revierbursch im Wirthshaus eines im hiesigen Revier gelegenen Dorfes, sich von den Beschwerden des Tages erholend, als vor der Hausthür ein sehr heftiges Gänsegeschrei entstand.

 

Der Förster ging an das Fenster und sah 10 - 12 Gänse, welche durch das Schlagen mit den Flügeln große Unruhe verriethen; dies ist umso weniger achtend, als das Wirthshaus dicht vor dem Orte liegt, setzte er sich wieder ruhig hin, als gegen 10 Uhr sich jenes Geschrei wiederholte. Nun sprangen beide Forstbedienten an das Fenster, rissen solches heftig auf, und siehe, ein Fuchs trieb zwei Gänse, ohne sich vor dem Lärm durch das Aufreißen des Fensters stören zu lassen, eben unter dem Fenster vor sich her. Der Förster sprang zurück, nahm sein Gewehr, und streckte den Gänsedieb in einer Entfernung von 5 Schritten zum Fenster hinaus todt nieder.

 

St. Wendel.

Cetti, Revierförster.

 

 

Quelle: Allgemeine Forst= und Jagd=Zeitung

Herausgegeben von Stephan Behlen, Königl. Bayer. Forstmeister

Siebenter Jahrgang, 1831; Frankfurt am Main; Verlag von Wilhelm Ludwig Wesche.

 

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